Christentum: Alles nur geklaut!


Gerade die Geschichte des  Mithras-Kultes zeigt, wie das Christentum von Anfang an nicht einzigartig, sondern vor allem gut darin war, die Ideen und Gedankenwelt anderer Religionen zu übernehmen.

Mithras wird am 25.Dezember, dem Tag der Sonnenwende in einer Höhle geboren. Seine Mutter ist eine Jungfrau. Hirten sind bei der Geburt dabei – und beobachten die Ankunft des Lichtträgers in der Welt. Sie kommen, um ihn anzubeten und opfern ihm die Erstlinge der Herden und der Früchte ihres Ackers.

Drei Magier ziehen in die Höhle und legen Mithra ihre Kronen zu Füßen.

Zaratustra weissagte:

„Horchet, ich werde Euch das erstaunliche Mysterium vom großen König offenbaren, der in die Welt kommen soll. Bei der Vollendung der Zeit, im Augenblick der Erlösung, die sie beendet, wird ein Kind empfangen und mit seinen Gliedern im Schoße einer Jungfrau gebildet werden, ohne daß ein Mann ihr nahegekommen ist…In der Nacht, in der das Kind geboren wird, erscheint ein Zeichen für die Welt: Ein Stern fällt vom Himmel herab.“

Mithras kämpt im Auftrag seines Vater-Gottes gegen das Böse.  Wenn das Ende der Welt kommt, schließen sich die Mithras-Gläubigen den Geistern des Lichts an und werden gerettet, die, die anderen Lehren gefolgt sind, landen zusammen mit Ahriman (Satan) und den gefallenen Engeln in der Hölle.

Mithras hält mit zwölf Jüngern ein letztes Abendmahl mit Brot und Wein, bevor er stirbt, begraben wird und wieder aufersteht.  Später fährt er wieder in den Himmel auf – wo er Teil einer Trinität wird.

Mithras ist Mittler zwischen Himmel und Erde, Gott und den Menschen,Gottmensch, Weltheiland und Erlöser.

Der Mithras- Kult kennt 7 Sakramente. Ebenso viele spendet heute die katholische Kirche.Ebenfalls besitzt er Taufe, Firmung und eine Kommunion, die aus Brot und Wasser oder aus einem Gemisch von Wasser und Wein besteht. Man begeht sie, wie im Christentum, zum Gedächtnis an eine letzte Mahlzeit des Meisters mit den Seinen.  Die Hostien waren mit einem Kreuzzeichen versehen.

Die Mithrasten berufen sich auf eine Offenbarung, setzen eine Sintflut an den Beginn der Geschichte, ein Jüngstes Gericht an deren Ende und glauben an die Unsterblichkeit der Seele und an die Auferstehung des Fleisches.

Der Höhlentempel von Mithras befand sich auf den Hügeln des heutigen Vatikans und wurde 376 n.Chr. von der Kirche vereinnahmt. Der höchste Priester wurde „Papa“ genannt (Kürzel für pater patrum, Vater der Väter)

Dessen Bischofsmütze ist ursprünglich eine rote phrygische Mütze, symbolisiert ein Fischmaul und heißt „Mitra“. Dazu trug er einen Ring und einen Hirtenstab.

Die vier größten Feste des Mithras fanden an der Sommer-und Wintersonnenwende sow an der Frühlings-und Herbsttagundnachtgleiche statt.  (Weihnachten, Ostern…)

Der Mithraskult wurde im 3. Jahrhundert nach Christus römische Staatsreligion. Auf dem weißen Pferd ritt Mithras aus gegen den Satan; noch heute wird er in der Gestalt des heiligen Georg abgebildet, der gegen den Drachen kämpft.

Wer in Spanien oder Südfrankreich Stierkämpfen beiwohnt, sieht nichts anderes als den Mithraskult vor sich. In Arles finden sie heute noch im gleichen Amphitheater statt, in dem in der Zeit nach Christus die Mithraskulte stattfanden, die ihren Höhepunkt in der Tötung eines Stiers hatten.

Noch heute versteht niemand die Begeisterung der Menschenmassen in den Stierkampf-Arenen – er brandet in dem Augenblick auf, in dem der Stier tot zusammenbricht -, der nicht weiß, was den Menschen selbst unbewußt ist: Der Tod des Stiers bringt die Erlösung, den Sieg der Gerechtigkeit und des Lichtes.

Der Mithraismus gilt als der umfassendste Versuch des Altertums, die Vorgänge am Himmel in einem großartigen religiösen Symbolismus zusammenzufassen und in diesem die ewigen Geschehnisse der Natur dem Menschen in einer Weise nahezubringen, dass er schließlich von deren Wahrheit gläubig erfüllt sein musste:
Wenn der eingeweihte Mensch (=Mann) alle Grade des Heilswegs durchschritten hatte, wusste er am Himmel selbst die in ewiger Erneuerung wiederkehrenden Geschehnisse abzulesen, deren dauernder Gang ihm in den Mysterien verschleiert offenbart worden war. Dort oben war die Kunde vom Kampf, Sieg, Selbstopfer, Tod, Überwindung des Todes und sieghafter Wiedergeburt des göttlichen Mittlers aufgezeichnet, und in jedem Neuen Jahr sah er die mystischen Lehren von neuem am Himmel bestätigt.

Mit der Erhebung des Christentums zur Staatsreligion (392 n.Chr.) verschwindet der Mithras-Kult.

Als Grund für den Niedergang des Kultes wird vor allem angeführt, daß er ein reiner Männer-Kult war, während das Christentum wandlungsfähiger war und auch Frauen aufnahm.

Wie wir wissen, ist die Aufnahme von Frauen aber nicht gleichbedeutend mit der Gleichberechtigung in der christlichen katholischen Kirche, die bis heute extrem paternalistisch geprägt ist.

Die außerordentliche Fähigkeit, bei anderen Kulten und Religionen abzustauben, setzte sich in der Missionstätigkeit bei keltischen Völkern fort: Über fast jeder wichtige Kultstätte oder Fluchtburg der Kelten thronen heute Kirchen und Klöster.

Auch das Bemühen, Darwin und die Evolution einzutüten führt heute – und zunehmend verstärkt – zur Propagierung des intelligenten Designs und zum Kreationismus, der vor allem in den USA schon seit Jahrzehnten Darwin aus dem Lehrplan der Schulen zu verdrängen sucht.

Noch wandlungsfähiger zeigt sich – überraschenderweise – der derzeitige Papst, der im Oktober 1996 erklärte, daß Darwinismus mit der christlichen Lehre vereinbar sei.

Frohe Ostern!

Über hermanitou

I believe in evolution of all creatures. All creatures are equal. Man is rational. Love is essential. War is evil. Religion can be a value for some men or women, but without political or moral power. Everyone is free but responsible. Slavery is a crime!
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