Brunzdummer Wulff – triumphierende Springer-Presse


Es hat schon was, wenn sich die Deutschen in ihrer Mehrheit zum Anpinkeln ihres Präsidenten versammeln und sich gleichzeitig mit den Dreckschleudern der Springer-Presse solidarisieren. Was aber passiert gerade wirklich?

Sicherlich ist da ein brunzdummer Bundeswulff, der – und da ist er nicht gieriger als andere mehr oder weniger korrupte Politiker – sich billige Kredite verschafft hat und in jeden Unternehmerarsch, der ihm vorgaukelte, er sei ein bedeutsamer Mann, gekrochen ist. Und jetzt entsprechend danach stinkt. Daß er außerdem noch so bescheuert war, die Springerpresse anzustinken, zeugt vom Verlust jeglicher Bodenhaftigkeit.

Aber das ist eigentlich nur die Wurst, die am Stock der Bildzeitung hängt und nach der die Gabriels, Gysis und Künasts schnappen, ohne es zu blicken, daß sie allesamt von dieser vorgeführt werden.

Denn die Springerpresse hat, indem sie den ersten Mann in diesem unserem Lande scheibchenweise vorgeführt, zerlegt und gegrillt hat, deutlich gemacht, wer die Macht in diesem unseren Staat hat. Sie hat eine klare Botschaft an das mehr oder weniger auf seinen eigenen Vorteil und die Verteidigung ihrer eigenen Pfründe bedachte Politikervolk gesendet, daß es keinen Widerstand gegen sie geben kann. Im Gegensatz zu staatlichen Stellen können Pressearchive auf Vorrat speichern. Jahrzehntelang. Und entsprechend mit langem Atem unbotmäßige Kandidaten mit unbequemen Fakten aus deren zeitnaher oder länger zurückliegenden Vergangenheit konfrontieren.

Die Springerpresse hat -im konkreten Fall in schönem Wechsel durch WELT und BILD – nichts anderes praktiziert und dadurch klar gemacht, daß in diesem Staat nichts ohne ihre Zustimmung geschieht. Die würde sich – und das ist der Merkel und dem Steinmaier klar – auch jederzeit weitere unsichere Kantonisten in den jeweiligen Reihen vorknöpfen.

Und das Schönste für die Skandalblätter ist, daß die Medien und die deutschen Michels sich hinter ihnen versammeln und der ganzen Machtdemonstration ihren Segen geben. Wulff ist dabei nur ein kleines Bäuerlein im großen Schach um die Macht. Und die Springerpresse verfügt beileibe nicht nur über die Springer in diesem Spiel.

Über Wulff wird diskutiert. Über die Springerblätter nicht. Die dürfen weiter hetzen – und das in Zukunft nahezu grenzenlos.

Über hermanitou

I believe in evolution of all creatures. All creatures are equal. Man is rational. Love is essential. War is evil. Religion can be a value for some men or women, but without political or moral power. Everyone is free but responsible. Slavery is a crime!
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