Die Wahrheit zu Beerdigungsminister Guttenbergs Trauerrede


Ingolstadt:  Bundesbeerdigungsminister Guttenberg hat in Anwesenheit von Klagekanzlerin Merkel und Rechtsaußenminister Westerwellesowie dem gesamten Hofstaat der Abnicker und uniformierten Kriegsentgeisterten eine Trauerflorrede gehalten, die wir, so kündigte er an, künftig in leicht abgewandelten Unformen hören und sehen müssen, bis uns Dieses vergangen ist.


Da im Krieg ja bekanntlich die Hoffnung samt der Wahrheit nicht als Letzte stirbt, sondern als Erste, hier die Übersetzung der Trauerlitanei in Auszügen:

„Gerade erst, vor zwei Wochen, standen wir erschüttert, nun wieder, demnächst jedes Wochenende.  [Die vier Soldaten] starben nicht allein für eine zerstörte Hoffnung, sondern für die Gewissheit, den täglich anfallenden Heroinbedarf der Weltsüchtigengemeinschaft zu schützen. Auch und gerade in Afghanistan. (…)

Tod und Verwundung sind Begleiter unserer Einsätze geworden. Sie werden es auch in den nächsten Jahren sein. Und nicht nur in Afghanistan. Wir planen allüberall, wo es um Öl, Gas und Mohnfelder geht, unsere Jungs sterben zu lassen.

Unsere Zusage an die afghanischen Warlords gilt. Wir wollen diesen geschundenen Dealern helfen, ihre Mohnfelder friedlich und ungestört abzuernten. Dies dient unserer eigenen Sicherheit, denn Menschen weltweit , die drogenabhängig sind, wehren sich nicht gegen ihr Schicksal.  Wie eng wir miteinander verbandelt sind, zeigt die heutige Anwesenheit von Salmai Rassul, Außenminister von Kabuls Gemeinderat.

Es mögen im 21. Jahrhundert immer noch viele nicht hören, aber es stimmt: Dass in Afghanistan für unser Land, für dessen Menschen, also für jeden von uns, gekämpft und gestorben wird. Ich weiß zwar nicht, was an diesem Satz logisch ist, aber er klingt doch gut. Am liebsten würde ich ihn immer wiederdaherschwallen.

Ich bin Teil einer Generation, die den Satz „Mein Vater ist im Krieg gefallen“ dankbar und glücklich nicht mehr aussprechen musste. Ich bin nun Kriegsminister und sorge dafür, daß die Tradition dieses Satzes wieder aufersteht und wieder Unaussprechliches geschieht.

Und es gibt Kinder, die sich nicht mehr an das Bild, die Augen, die Umarmung ihres Vaters erinnern können und vielleicht nicht einmal kannten oder kennenlernen sollten.  Wir werden dafür sorgen, daß auch aus diesen Kindern Eltern werden, die irgendwo zwischen Hindukusch, Kilimandscharo und den Anden ein kaltes Grab bekommen.

Dies zu beschreiben ist nicht Pathos, sondern erkannte Realität und Notwendigkeit. Es ist Realität und notwendig, daß unsere Jungs wieder Kanonenfutter sind und auf andere Menschen, die selbstverständlich schlecht sind, schießen.

Meine kleine Tochter, der ich meine Trauer zu erklären versuchte, fragte mich, ob die drei jungen Männer tapfere Helden seien, ob sie stolz auf sie sein dürfe. Ich habe beide Fragen, nicht politisch, sondern einfach mit ja beantwortet.  Es ist wieder an der Zeit, die eigene Tochter zu instrumentalisieren, sie anzulügen und ihr klarzumachen, daß sie, sobald gebärfähig, stolze Mutter eines Soldaten werden wird.

Ruht in Frieden, Soldaten und seid in Gottes Segen.  Das habe ich aus alten Reden der Reichswehr übernommen. Sagt nichts, aber der Gott ist auf unsrer Seite, samt Ratzinger und seiner ganzen Sekte.

Amen. Amen.

Wir singen zum Schluß das Lied:
Sag mir wo die Blumen sind….

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Die Panikmache des Tages: Killerpollen aus der Vulkanasche!


Damit die Ungläubigen, die der Vulkanpanik nicht trauen, doch noch in Angst versetzt werden, meldet nun news.de:  Killerpollen aus der Asche!

Ich kenne bereits Killerkarpfen, Killerameisen, Killerbienen, Killerorangen, Serienkiller und Killerserien.  Das aber toppt meine kühnsten Erwartungen, ich lasse die Meinungspaniker einfach selber sprechen:

„Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits eine Warnung herausgegeben, dass Menschen mit Atemwegsproblemen – etwa Asthmatiker und Allergiker – von der Vulkanasche besonders betroffen sein könnten. «Das sehen wir genauso», sagt Dr. Michael Barczok, Pressesprecher des Bundesverbandes der Pneumologen (BdP).

Besonders große Sorgen bereite dem Lungenarzt und seinen Kollegen der derzeitige Pollenflug. Denn: Kommen Pollen mit den vulkanischen Feinstaubpartikeln in Kontakt, dann reagieren sie mit diesen. «Die Pollen sind darauf programmiert zu keimen, wenn sie auf etwas Festes stoßen», so Barczok. Durch diesen Enzymprozess werden sie um ein Vielfaches aggressiver. Dazu gebe es zahlreiche Studien.

Es sei aus diesem Grund eine Katastrophe, dass der Vulkan genau zur Hauptzeit des Pollenflug aktiv geworden ist. Ein Faktor, der die Situation noch zusätzlich verschärft: Nach dem langen Winter sind die Pollen in diesem Jahr bereits wesentlich geballter unterwegs als gewöhnlich.

Pollen in luftigen Höhen

«Wenn daraus jetzt auch noch Killerpollen entstehen, dann ist das für die Menschen denkbar ungünstig», befürchtet Barczok. Besonders betroffen sind die gerade fliegenden Birkenpollen und die für das kommende Wochenende erwarteten Gräser. Denn: Diese fliegen in besonders luftigen Höhen über weite Strecken, bis zu 200 Kilometer, sodass höchstwahrscheinlich Kontaktzonen entstehen werden. Hinzu kommt die derzeit trockene Witterung, die verhindert, dass die Asche ausgewaschen wird.

Aber es sind nicht nur die bereits Heuschnupfengeplagten gefährdet, die Birke und Gräser auf ihrer Gefahrenliste stehen haben. Zu befürchten sei, dass selbst viele Menschen, die bisher noch kaum mit Allergien zu tun hatten, in diesem Jahr massiv betroffen sein könnten. «Und um diese machen wir uns besondere Sorgen», so Barczok.

Im Gegensatz zu den Allergikern müssen sich Asthmatiker noch keine großen Sorgen machen. Denn für sie sei entscheidend, was auf Atemhöhe ankommt. So lange sich die Aschewolke nicht stark senkt und die Partikel direkt eingeatmet werden, bestehe noch keine Gefahr. Macht sich der vulkanische Auswurf aber in der Atemluft breit, könnte die bereits überempfindlichen Schleimhäute der Asthmatiker gereizt werden und sich Anfälle häufen. Aber auch Menschen, deren Lungen – etwa durch Raucherhusten – bereits stark eingeschränkt sind, könnten dann zu kämpfen haben.

Für Gesunde völlig ungefährlich

«Aber dazu haben wir bisher noch keine Daten», sagt Barczok, «deshalb gehe ich davon aus, dass das noch nicht das Thema ist.» Gefährlich werde es erst dann, wenn der Vulkan noch lange weiter spuckt und sich die Druckgebiete so ungünstig verändern, dass die Wolke an Höhe verliert. Sollte die Asche an Regen gebunden auf die Erde fallen, sei die Gefahr gebannt. «Dann wird die Natur etwas gedüngt und die Lungen bleiben unbelastet. Aber bleibt es trocken, haben wir irgendwann schon ein Problem.» Lungenärzte deutschlandweit wappnen sich bereits jetzt für einen Ansturm auf ihre Praxen und legen extra Schichten ein. «Wir haben bereits unsere Sprechstunde erweitert», berichtet Barczok aus dem eigenen Lungenzentrum in Ulm.

Was mögliche Gifte, Mineralnadeln oder Glaspartikel sowie den Schwefelgehalt in der Staubwolke angeht, gibt Barczok Entwarnung. Es gebe zumindest auf dieser Ebene keinerlei Anlass zur Sorge, so dass gesunde Menschen von der Aschebelastung nichts mitbekommen werden.“

Was man nicht alles tut, um die Leute zu verladen und in die Zeitung zu kommen.

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Ich hatt‘ einen Kameraden“ – Lieder, die wir ablehnen, aber trotzdem kennen


Toter Soldat
Deine Feldpost im Regen der wie Feuer fällt

Toter SoldatUnd daneben der Segen der kein Wort mehr hält
(Ihre Kinder, T&M Ernst Schultz)

Nachdem jetzt  jede Maske gefallen ist, lohnt es sich einen Blick auf jenes Lied zu werfen, das eine nahezu 200-jährige Geschichte auf dem Buckel hat. Heute wird es wieder – während die „Helden“ posthum einen Blechorden erhalten, von Kundus bis Berlin trompetet und in Männerchören angestimmt:

Ich hatt‘ einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
In gleichem Schritt und Tritt.

Eine Kugel kam geflogen:
Gilt’s mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt vor meinen Füßen
Als wär’s ein Stück von mir

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad‘.
„Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew’gen Leben
Mein guter Kamerad!“

Das Goethezeitportal der LMU München hat hierzu Postkarten gesammelt, die von der regen Verbreitung des Kriegslieds zeugen:


Was aber macht dieses Lied so populär, daß es in nahezu jeder Generation eine Renaissance erfährt?

Es gibt Texte in der deutschen Kultur, die  eine bewegte Rezeptionsgeschichte haben. Wer ohne Probleme die folgenden Liedzeilen identifizieren und einem bestimmten Autor zuordnen kann, der muss für heutige Verhältnisse atypisch sozialisiert und gebildet sein: „Ich hatt einen Kameraden….“
Diese teils narzistisch anmutenden und teils martialisch gedeuteten Zeilen wurden zur Zeit des Freiheitskampfes gegen die Napoleonische Gewaltherrschaft gedichtet von Ludwig Uhland. Mit dem „Lied vom guten Kameraden“ schuf er einen Text, der den Status einer hymnischen Verklärung des kriegerischen Solidaritätsgefühls in Einklang bringt mit dem Deutungspotenzial des Soldatentodes im Kampf gegen einen Feind.

130 Jahre nach der Entstehung des Uhland-Liedes haben  rund siebzehn Millionen Wehrmachtssoldaten „in gleichem Schritt und Tritt“ Europa erobert und zerstört.. In der 2006 erschienenen Habilitationsschrift „Kameradschaft. Die Soldaten des nationalsozialistischen Krieges und das 20. Jahrhundert“ versucht der inzwischen in Worcester (Massachusetts) lehrende Historiker Thomas Kühne, den Ursachen für die unbedingte Gehorsamsbereitschaft der deutschen Soldaten nachzuspüren.

Kühnes soziologisch-mentalitätsgeschichtliche Methodik geht dabei von der Beobachtung aus, dass:
„es im Zweiten Weltkrieg nicht einmal Ansätze kollektiven Protests oder kollektiver Verweigerung auf breiterer sozialer Basis [gab]. Der Zusammenhalt der Wehrmacht und ihre militärische Effizienz blieben bis zur Kapitulation ungebrochen.“

Das ständig receycelbare Lied vom „guten Kameraden“ weckt kollektive Männerträume, von einer Parallelgesellschaft ohne Frauen mit richtigen Männerfreundschaften bis über den Tod hinaus, mit einem immer wieder auswechselbaren, aber kriegerischem Ziel, das mann mit „Schritt und Tritt“ erreicht.

Kühne weiter: „Kameradschaft leitete nun eine Kultur der Scham an, in der das Denken, Fühlen und Handeln in Kategorien individueller Lebensführung und persönlicher Verantwortung abgelöst war vom Diktat einer Moral, die nur erlaubte, was dem physischen Erhalt, dem sozialen Leben und dem Prestige der eigenen Gruppe dienlich war.“

Wir können den Faden jederzeit wieder aufnehmen:
Erst gestern warnte Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker vor einer Fortsetzung der Debatte über den Afghanistan- Einsatz. Es sei Strategie der Taliban, die politische Entschlossenheit von Regierung und Parlament in der Heimat zu beeinträchtigen….

  • Wer nicht für den Krieg ist, ist unkameradschaftlich und in der weiteren Konsequenz, ein Vaterlandsverräter.

Und so spielt das Lied vom guten Kameraden in vielen Sprachen eine Rolle, es klingt dabei auf englisch genauso wie in italienisch, spanisch  oder sonst irgendeiner kriegsführenden Sprache:

  • In battle he was my comrade, None better I have had. The drum called us to fight, He always on my right, In step, through good and bad.
  • Io avevo un camerata / che miglior non avrò mai /una parte del mio cuore /è rimasta insieme a lui /resterai con me al mio fianco / col mio passo tu marcerai
  • Yo tenía un camarada,/ entre todos el mejor./ Siempre juntos caminábamos, / siempre juntos avanzábamos, / | al redoble del tambor.

Die einzige „linke“ Version des „guten Kameraden“ kommt im Übrigen von Heinz Kahlau, der 1973 daraus das Lied: Rettet Luis Corvalan machte:

Nach dem Putsch vom 11. September 1073 in Chile wurde der damalige Kommunistenführer Corvalan verhaftet, kam später aufgrund einer weltweiten Solidaritätsbewegung aber frei. Daher zum Abschluß das sehr pathetische Lied, das aber im Gegensatz zu allen anderen Versionen aber nicht beim Töten half, sondern einen Menschen rettete:

Als des Volkes Tag zu Ende
und die Junta-Nacht begann,
da erschossen sie Allende,
und in die Faschistenhände
fiel auch Luis Corvalan.

Weil er die Genossen führte
in der Unidad Popular,
Chiles Kraft und Hoffnung schürte,
das am neuen Leben spürte,
was der Sozialismus war.

Soll er nicht wie Thälmann fallen,
weil er für die Freiheit steht,
liegt sein Leben bei uns allen
muß der Ruf des Zorns erschallen
unsrer Solidarität.

Wie die Feinde es auch schänden,
Chiles neuer Tag bricht an.
Soll das Joch der Junta enden,
dann entreißt den Mörderhänden
unsern Luis Corvalan.
Quellen:
ingeb.org/Lieder/IchHattE.html
erinnerungsort.de/rettet-luis-corval-e1n-_165.html
www.goethezeitportal.de/index.php?id=3991
www.ihrekinder.com/ik/KlarText/index.htm
www.focus.de/politik/schlagzeilen?day=20100418&;;did=1278606
www.emmemm.de/chile1973/
www.hdg.de/lemo/html/biografien/KahlauHeinz/index.html

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Schweinegrippe: Virus infiziert Monster-Aschewolke


Strahlend blauer Himmel, freie Sicht – aber: Kein Flugwetter. Warum sehen wir klar, während die Piloten Landurlaub haben? Der Schweinegrippe-Virus hat zugeschlagen und eine Monster-Aschewolke produziert.

Seit dem Ausbruch des Vulkans  “Eyjafjalla” am vergangenen Mittwoch auf Island hat sich die Lage in Europa immer mehr zugespitzt. Dabei ist nichts neu, sondern alles wie gehabt.

Waldsterben, Ozonloch, Vogelgrippe, CO2 Panik, Schweinegrippe… jetzt die gefährlichen Aschewolken, die man in fast 3000 km Entfernung zwar nicht sehen kann, die aber selbstverständlich sehr gefährlich sind.

Dazu braucht es:
Eine Ansammlung von Bürokraten, Medien mit inkompetenten Journalisten die nur voneinander abschreiben und Konsumenten, die sich gerne lustvoll fürchten.

Niemals hat es weltweit ein Problem gegeben, nachdem ein Flugzeug durch eine visuell nicht erkennbare Aschewolke, die tausende Kilometer vom Entstehungsort entfernt war, geflogen ist. Wie gering die Konzentration der Aschewolke sein muss, sieht man daran, dass man sie nicht einmal sehen kann, aber die Leute fürchten sich  eben gerne grundlos.Die Rache der Isländer

Die Monsterwolke treibt in ca. 8,000 – 10,000 Meter Höhe – das ist die normale Höhe der Flugbewegungen. Drängt sich die Frage auf, warum die Flugzeuge nicht
auf 6000m Höhe  fliegen? In Europa gibt es kein einzigen Berg dieser Höhe.

Begründet wird dies im Übrigen mit zu hoher Lärmbelästigung und zu hohem Treibstoffverbrauch – als ob Lärmbelästigung schon mal irgendwen davon abgehalten hätte, immer noch mehr Startbahnen zu bauen und die Leute zu vertreiben.

Die Entwicklung zur Vollkaskogesellschaft mit Unterstützung der EU Bürokratie (sogar Ipods müssen in Europa zu unserem Wohl leiser sein als anderwo) mit Unterstützung der Medien führt zu völlig überzogenen Szenarien wie wir sie jetzt wieder erleben. Fernab von jedem Sachargument –

– Oder haben Sie schon irgendwo Messdaten gefunden?

– Oder die Grenzwerte der Flugzeughersteller?

Was die Medien betrifft:

Klar verkauft sich die Schlagzeile „tödliche Aschewolke nähert sich Europa“ besser als eine kleine Erwähnung eines Vulkanausbruches weiter hinten. Aber muss man wirklich mitspielen oder sollte man nicht kritisch bleiben?

P.S.

Möglicherweise handelt es sich – jenseits der üblichen Panikmache – ja um ein geheimes Konjunkturprogramm der regierenden FDP zur Stärkung der Taxi-Innung und des Mietwagengewerbes – alles schon gehabt, man erinnere an die Förderung der Hoteliers.

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Leopard unter Hausarrest?


Kriegsminister Guttenberg hat sich gegen den Einsatz von Leopard-Panzern in Afghanistan ausgesprochen. Diese seien aufgrund ihrer Größe und des Gewichts nicht für einen Einsatz in Kundus geeignet.

  • Ist der  Leopard-2 also eine gigantische Fehlinvestition, die seit den 70er-Jahren ständig weiter durchfinanziert wird? Oder wäre sein Einsatz das letztendliche Eingeständnis, daß dort ein Krieg auf Biegen und Brechen geführt wird?

Der neueste Leopard 2 (A6M) ist vermutlich der beste Kampfpanzer der Welt. Bei Vergleichstests hat der Tank „Made in Germany“ alle anderen modernen Panzer wie den M1 Abrams (USA), den T-90 (Russland) und den Challanger (Grossbritannien) geschlagen

Entwickelt wurde der Leo als Folgmodell von Leo-1. Die Entwicklungskosten betrugen ca 300 Millionen € und die heutigen Anschaffungskosten werden, je nach bestellter Stückzahl, auf 3-12 Millionen € beziffert. Die Bundeswehr selbst hat derzeit ca. 400 Leos im Einsatz.

Der Leo gilt als vielfältig einsetzbar, verschieden Modelle und Module sind nahezu weltweit verkauft worden und auf verschiedensten Geländen im Einsatz.

Die Aussage von Guttenbergs, der Leo-2 sei in Kundus aufgrund des dortigen (schweren) Geländes nicht einsetzbar, ist schlicht und einfach nicht stimmig:

Kanada zum Beispiel nutzt gegenwärtig 20 Leopard 2A6M-CAN in Afghanistan beim ISAF-Einsatz. Bei einem Anschlag mit einer großen Sprengfalle auf einen kanadischen Leopard am 2. November 2007 überlebte die gesamte Besatzung: „Meine Crew stieß auf ein IED und ging in die Geschichte als erste Besatzung ein, die das ‚M‚-Paket getestet hat. Es funktionierte so, wie es sollte,“ schrieb ein kanadischer Offizier an das deutsche Verteidigungsministerium und sagte, dass es in einem anderen Fahrzeug wohl keine Überlebenden gegeben hätte. L

„Die Taliban haben in mehreren Hinterhalten die neuen Leopard-2-Panzer angegriffen“. Als Ergebnis hätten die Taliban „einige sehr harte Lektionen gelernt“ und „den Kampf sehr schnell und sehr gewaltsam verloren“, so der Chef des kanadischen Generalstabes, General Rick Hillier.

Auch Dänemark hat einen Zug Leopard 2A5DK nach Afghanistan verlegt und dort in der Provinz Helmand im Einsatz. Am 5. Januar 2008 bewährten sich die Panzer in einem ersten Feuergefecht bei der Unterstützung britischer Truppen gegen Talibankämpfer.  Am 26. Februar 2008 wurde ein dänischer Leopard 2 von einer Sprengladung getroffen. Eine Kette des Fahrzeugs wurde zerstört, die Besatzung blieb unverletzt. Der Panzer konnte trotz der zerstörten Kette durch eigene Kraft ins Lager zurückkehren und dort repariert werden. Am 25. Juli 2008 wurde ein weiterer dänischer Leopard in Afghanistan von einer Sprengladung getroffen. Der Fahrer kam dabei ums Leben, da der 2A5DK zu der Zeit nicht über eine zusätzliche Minenschutzausstattung verfügte.

Die Bundeswehr selbst setzte  28 Leopard (2A5) im Rahmen des KFOR-Einsatzes als Objektschutz- und Patrouillenfahrzeuge ein.

Auch der designierte Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) hat Kritik an seiner Forderung zurückgewiesen, dieBundeswehr müsse in Nordafghanistan auch den Kampfpanzer Leopard 2 einsetzen:

„Die Niederländer, Kanadier und Dänen setzen den Leopard-2-Kampfpanzer ein – so ganz ungeeignet kann er also nicht sein…auch und gerade im Raum Kundus ist die Topografie kein Grund, Kampfpanzer nicht einzusetzen. Hier ist es nicht gebirgig, Flugplatz und Feldlager liegen auf einer Hochebene.“

Bleibt die Frage, warum von Guttenberg, der derzeit ja sehr als soldatennaher Vater der Truppe posiert, so gegen den Einsatz des Leo stellt.

Ist er inkompetent oder ist seine Aussage die indirekte Bestätigung, daß die Bundesrepublik seit Jahrzehnten in untaugliche Waffensysteme investiert?

Alles Fragen, die noch zu beantworten sind.

Quellen:

http://nachrichten.t-online.de/guttenberg-lehnt-panzereinsatz-in-afghanistan-ab/id_41252024/index

http://www.xtranews.de/2010/04/07/neuer-wehrbeauftragter-leopard-2-panzer-fuer-kundus/

http://de.wikipedia.org/wiki/Leopard_2

http://www.youtube.com/watch?v=Z_XP85nlgZo&feature=related

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