Hajo, Russland und das Fake-Dope


Seit Jahren ist im deutschen Staatsfernsehen der sogenannte „Doping-Experte“ Hajo Säppelt präsent. Genauso lang behauptet er, in Russland gäbe es Staatsdoping. Nun hat er mitsamt dem IOC eine schallende Ohrfeige für sein unfaires Spiel, das er auf Kosten russischer Sportler treibt, vom Sportgerichtshof CAS erhalten.

Kein einziger russischer Wintersportler, der dort geklagt hatte, wurde verurteilt. 28 erhielten einen Freispruch auch für die anstehenden Winterspiele,  bei elf weiteren wurden die lebenslangen Olympia-Sperren aufgehoben. Zudem starten bereits 169 (!) russische Sportler bei den Winterspielen.

Wer Hajo Säppelt und den Kronzeugen Grigori Rodtschenkow (ehemals Leiter des Moskauer Doping-Analyse-Labors) genau zuhört, stellt jedes Mal fest, dass sie zwar behaupten, alle russischen Sportler seien in Peking und Sotschi gedopt gewesen und das Doping ginge – so Rodschenkow- direkt von Präsident Putin aus, dies aber mit absolut gar nichts untermauern geschweige denn beweisen können.

Dass sie trotzdem sich im Westen großer Beliebtheit erfreuen, liegt daran, dass das Ganze zum weltweiten Russen-Bashing der USA und der NATO-Staaten gehört und Teil des neuen Kalten Krieges ist, den diese gegen Russland führt.

Ein wieder einmal schlechtes Licht wirft es allerdings auf das deutsche Staatsfernsehen, denn dort sollte man eigentlich mit journalistischer Sorgfaltspflicht arbeiten und Dampfplauderern und Russlandhassern wie Hajo Säppelt  die Türe weisen.

Es gilt – und das hat der internationale Gerichtshof nun dankenswerterweise klargestellt – die Unschuldsvermutung. Solange keine Beweise vorliegen, wird auch niemand verurteilt.  Das focht gestern den Fake-Hajo nicht weiter an:  Zwar könne man den Sportlern nichts beweisen, aber das Staatsdoping gäbe es trotzdem, tönte er. 

  • Von Hass und Geltungssucht getriebenen Menschen wie Hajo Säppelt kann man nichts anderes erwarten, denn sie sind genau wie Antisemiten und Menschenhasser aller Art  für Argumente und Fakten völlig unzugänglich.

Viel spannender wäre die Frage, wie weltweit Doping funktioniert. Dazu gehört zweifelsohne die weitere Aufarbeitung des deutschen Dopings rund um den Freiburger Sportmediziner Keul, das im „Tagesspiegel“ am 01.03. 2016 als „systematisches Doping in der Bundesrepublik“ charakterisiert wurde.

Nur wer das Doping weltweit – auch in Westeuropa, in China, in den USA, in Afrika etc. bekämpfen will, ist glaubwürdig.  So konstatierte beispielsweise der Doping-Experte Werner Franke, dass „Biathlon als versaute Disziplin bekannt“ sei. 

Anstatt Russland-Hasser zu fördern, sollte die hiesige Sportpresse besser sorgfältige Recherche betreiben und damit im eigenen Land beginnen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über hermanitou

I believe in evolution of all creatures. All creatures are equal. Man is rational. Love is essential. War is evil. Religion can be a value for some men or women, but without political or moral power. Everyone is free but responsible. Slavery is a crime!
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