Deutscher März


Ein neuer Tiefpunkt in der deutschen Geschichte, die so gerne alles vergessen will, was länger zurückliegt als 1945, wurde durch die Rede des Allparteien-Präsidenten Gauck erreicht. Bei dem nun mit erdrückender deutschen Einheit gewählten Bundespräsidenten muss es den alten und neuen Nazis und deren Erben mitsamt ihren Mitläufern, Wegbereitern, Arschkriecherm und Einschleimern in Presse, Parteien und Banken nicht bange werden, daß der deutsche Michel unter seiner Schlafmütze hervorkommt und außer Lichterketten und anderem Demo-Unsinn irgendwas gegen das Großkapital und seine Handlanger unternimmt, sprich, die ganze Bande, von der wir hier regiert werden, zum Teufel jagt.

Der „schöne Sonntag“, den der Obergauckler der Nation am 18. März 2012 in den höchsten Tönen beschwor, bestand darin, daß “ Millionen Ostdeutsche nach 56-jähriger Herrschaft von Diktatoren endlich Bürger sein durften.“ Und daß er…

„…nie diese Wahl vergessen werde, niemals. Weder die über 90 Prozent der Wahlbeteiligung, noch meine eigene innere Bewegung. Ich wusste, diese meine Heimatstadt und dieses graue, gedemütigte Land – wir würden jetzt Europa sein.“

Dies graue gedemütigte Land, damit meinte er natürlich das bessere Deutschland, das Deutschland, das sich wirklich redlich bemüht hatte, anders zu sein als das deutsche Reich, besser als die Weimarer Republik und nie wieder ein Faschistisches.

Das Deutschland, in dem es ein Recht auf Arbeit gab, in dem es faire Löhne gab und in dem die Gleichbereichtigung von Mann und Frau ebenso zielstrebig umgesetzt wurde (man denke an die Kindertagesstätten und an weibliche Baggerführerinnen etc…) wie das Recht auf Wohnraum.

Und nicht das Deutschland, in dem es eine Pflicht gibt, jeden ersparten Penny an den Staat abzugeben, sollte man das Pech haben, unter die  Räder von Hartz 4 zu geraten. Nicht das Deutschland, in dem ein Unternehmer, der sich verspekuliert hat, mal kurzerhand einige tausend Filialen schließt und 11.000 Frauen an die Luft setzt. Und nicht das Deutschland, in dem Bildung vom Geldbeutel abhängig ist und menschenwürdiger Wohnraum oft unbezahlbar. Und nicht das Deutschland, das seine Banker hegt und pflegt und ihnen Milliarden hinterherwirft, wenn die sich verzockt haben. Und nicht das Deutschland, das weltweit in Kriegshandlungen steckt und schon gar nicht das Deutschland, in dem Faschisten morden, hetzen und gewählt werden können.

Märzenszeit: Ja, da geschah so einiges,was der Gauck und seine Wahlmänner nicht mehr wissen und  gerne missen wollen:

„Die Reichstagswahl am 5. März 1933 war die Wahl zum achten Deutschen Reichstag in der Weimarer Republik. Sie war die letzte Reichstagswahl, an der mehr als eine Partei teilnahm, und stand bereits unter dem Eindruck der beginnenden Diktatur. Der Wahlkampf war von Übergriffen von Mitgliedern der NSDAP auf politische Gegner insbesondere von KPD und SPD geprägt.“ (via wikipedia)

Das Mittel -und Langzeitgedächtnis der sich selbst bejubelnden Bundesversammlung mitsamt ihrem absolut dazu passenden Präsidenten: Vermutlich nie vorhanden gewesen oder wegamputiert:

  • 6. März 1525: In der mit der Sache der Bauern sympathisierenden freien Reichsstadt Memmingen treffen sich während des Deutschen Bauernkrieges Vertreter dreier Bauerngruppen, um ihre Vorgangsweise gegenüber dem Schwäbischen Bund zu beraten. Am folgenden Tag gründen sie nach Vorbild der Schweiz die Oberschwäbische Eidgenossenschaft in der Hoffnung, als gleichberechtigte Verhandlungspartner anerkannt zu werden.
  • Am 7. März 1525 wurden in Memmingen die zwölf Memminger Artikel für alle Oberallgäuer Bauern angenommen. Die Zwölf Artikel gehören zu den Forderungen, die die Bauern im deutschen Bauernkrieg 1525 in Memmingen gegenüber dem Schwäbischen Bund erhoben. Sie gelten als die erste Niederschrift von Menschen- und Freiheitsrechten in Europa, und die zu den Zwölf Artikeln führenden Versammlungen gelten als erste verfassungsgebende Versammlung auf deutschem Boden.
  • 1848: Die Märzrevolution erreicht am 18. März in Berlin ihren Höhepunkt. Denn während noch die Proklamation von König Friedrich Wilhelm IV. verlesen wird, schießt das Militär aufgrund der Unruhen mehrmals in die versammelte Menge: Die Bürger errichten Barrikaden.Arbeiter, Handwerker und Bürger lieferten sich am Abend und in der folgenden Nacht blutige Straßenkämpfe mit den regulären Truppen, in denen sich jedoch zumeist die Revolutionäre behaupten.
  • In der Nacht zum 19. März wandte sich der König an die „lieben Bürger“. Er versprach den Abzug der Truppen, falls die Barrikaden verschwänden. Insgesamt forderte die Märzrevolution allein in Berlin etwa 240 Tote und rund 1000 Verletzte unter der Zivilbevölkerung sowie über 200 Tote und mehr als 250 Verletzte bei den Militär- und Polizeikräften. Zu den „Märzerrungenschaften“ gehörten zunächst die Gewährung der Pressefreiheit, die Einführung von Schwurgerichten und Volksbewaffnung sowie die Anbahnung von Wahlen zu einem deutschen Nationalparlament und am
  • 06. März 1901  wird Kaiser Wilhelm II. bei einem Attentat in Bremen durch den Arbeiter Dietrich Weiland schwer am Kopf verletzt.

Das war ’ne heiße Märzenzeit
Trotz Regen, Schnee und alledem!
Nun aber, da es Blüten schneit
Nun ist es kalt, trotz alledem!
Trotz alledem und alledem –
Trotz Wien, Berlin und alledem –
Ein schnöder scharfer Winterwind
Durchfröstelt uns, trotz alledem!

Das ist der Wind der Reaktion
Mit Meltau, Reif und alledem!
Das ist die Bourgeoisie am Thron –
Der annoch steht, trotz alledem!
Trotz alledem und alledem –
Trotz Blutschuld, Trug und alledem –
Er steht noch und er hudelt uns
Wie früher fast, trotz alledem!

Die Waffen, die der Sieg uns gab
Der Sieg des Rechts, trotz alledem
Die nimmt man sacht uns wieder ab
Samt Kraut und Lot und alledem!
Trotz alledem und alledem –
Trotz Parlament und alledem –
Wir werden uns’re Büchsen los –
Soldatenwild, trotz alledem!

Doch sind wir frisch und wohlgemut
Und zagen nicht, trotz alledem!
In tiefer Brust des Zornes Glut
Die hält uns warm, trotz alledem!
Trotz alledem und alledem –
Es gilt uns gleich, trotz alledem!
Wir schütteln uns ein garst’ger Wind –
Doch weiter nichts, trotz alledem!

Und ob der Reichstag sich blamiert
Professorhaft, trotz alledem!
Und ob der Teufel regiert
Samt Huf und Horn und alledem –
Trotz alledem und alledem –
Trotz Dummheit, List und alledem,
Wir wissen doch: Die Menschlichkeit
Behält den Sieg, trotz alledem!

Nur, was zerfällt, vertretet ihr –
Seid Kasten nur, trotz alledem!
Wir sind das Volk, die Menschheit wir
Sind ewig, drum, trotz alledem!
Trotz alledem und alledem –
So kommt denn an, trotz alledem!
Ihr hemmt uns, doch ihr zwingt uns nicht –
Unser die Welt! Trotz alledem!

Text: Ferdinand Freiligrath

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Putin, Gauck und der IM Larve


Da zittern und zetern die deutschen Medien und Politiker über die russischen Präsidentenwahlen, als käme das Ende der Welt nach der Wahl von Putin. Ein kleiner Vergleich zu der anstehenden Präsidentenwahl hierzulande lohnt sich:

Nach Lage der Dinge wird Wladimir Putin Präsident mit einem Wahlergebnis von ca. 63%, Gauck wird hier Präsident mit einem Wahlergebnis von  schätzungsweise über 90%.  Und hierzulande mahnt man an, daß es in Russland ja keine echte Wahl gegeben hätte, weil das Wahlergebnis ja von vornherein fest stand (!)

In Russland, so habe ich der Berichterstattung entnommen, gibt es eine „fröhliche und aufmüpfige“ Opposition, die ohne jegliche Behinderung in russischen Städten demonstrieren kann, in Deutschland gibt es eine Schwarmintelligenz nahe der Dummheitsuntergrenze, die sich von der Springerpresse vorsagen lässt, was gerade politisch korrekt ist.

Die deutschen Herrscher hätten gerne ein Russland ohne Putin, was den Rückkehrschluß zulässt, daß ihnen der Kommunist Sjuganow ( bestplazierter Oppositionskandidat) viel lieber ist als der nun gewählte Präsidentschaftskandidat der Gasprom.

Der Bock hierzulande heißt Gauck, der nun Gärtner aller Deutschen wird. Der Bock lässt sich auch leicht wieder abschießen, wenn man weiß, daß er nicht nur ein elender mitlaufender Pfaffe in der DDR war, sondern auch noch unter dem Decknamen IM Larve seine Mitbürger bespitzelte. Festgehalten im sogenannten Terpe-Papier, benannt nach dem MFS-Hauptmann Terpe, der Larve/Gauck am 28.Juli 1988 traf:

 

… Gauck mußte bereits am 21.4.2000 zittern, denn an diesem Tag wurde das brisante Terpe-Papier veröffentlicht. Die „Welt“ hatte das Papier bereits am 23. April 1991 publiziert. Doch West-Lesern blieb die Kern-Problematik verborgen. Ihnen fehlten DDR-Intim-Kenntnisse….

…Das Terpe-Papier reicht nach Aussage von Peter-Michael Diestel aus, ihn wie Tausende andere Menschen aus dem Öffentlichen Dienst zu verbannen. Gauck hatte den Stasi-Namen „Larve“ und er ist nach Maßstäben seiner Behörde ein Täter und kein Opfer. Ein von der Stasi überprüfter und für gut befundener Täter, wie Stasi-Berichte über Gauck belegen. Daß Gauck im ‚Öffentlichen Dienst‘ verbleibt, wird im Osten als absolute Ungerechtigkeit und Siegerjustiz-Mentalität gewertet und missbilligt. Sonderschutz und Privilegien für einen willigen Vollstrecker der SED Herrschaft in der ehemaligen DDR ist eine noch harmlose Beschreibung dieses Umstandes.

Anmerkungen eines Ostdeutschen und als letzter DDR-Innenminister sicher auch eines Kenners der Materie und von Geheimdienst-Papieren zum Dossier von MfS-Hauptmann Terpe über seine Begegnung mit Larve/Gauck am 28. Juli 1988:

Gauck erklärte nach der Wende in der FAZ, die auch für ihn zuständige mecklenburgische Kirchenleitung habe vor der Wende jegliche Kontakte zur Stasi untersagt. Trotzdem fand ein Treffen mit dem Stasi-Offizier Terpe ohne Zustimmung seiner vorgesetzten Kirchenbehörde und demnach wohl konspirativ statt. Der Stasi-Mann hatte Gauck telefonisch kontaktiert. Gauck hat dem MfS-Mann dann sogar weitere positive Gespräche im Sinne der DDR Regierenden in Aussicht gestellt. Gauck kündigte an, er werde von dem Gespräch mit Terpe den Landesbischof informieren. Ein solches Kirchen-Papier ist aber bis heute nicht aufgetaucht.

Das Treffen mit der Stasi fand in Gaucks Wohnung und nicht in einem Dienstzimmer der Kirche statt.

Pastor Gauck erklärte dem Hauptmann Terpe, er sei nicht gewillt, „mit nicht kompetenten Mitarbeitern des MfS Gespräche zu führen“, er würde sich von vornherein verbieten, „mit einem kleinen Leutnant des MfS zu sprechen“. – Das ist die Sprache eines Systemkonformen und nicht die eines Widerständlers . Mit „kleinen Mitarbeitern“ lassen sich „große Dinge“ nicht besprechen. Er wollte mit Entscheidungsträgern der Stasi direkt verhandeln und offenbart hatte er zu vielen Stasi-Mitarbeitern Kontakte. Er glaubt nämlich bei deren Mitarbeiten oftmals Neurosen erkennen zu können.“

Und weiterhin:

„Gauck würdigte und erwähnte weiterhin seine vielen BRD-Reisen. Offensichtlich erhielt er viele Begünstigungen und Privilegien durch die DDR Machthaber und Behörden. Andere Millionen DDR Bürger wollten reisen und durften vor Eintritt ins Rentenalter nicht in den Westen reisen .

Intensiv wurde auch das Thema „Ausreise“ und Übersiedler thematisiert.
Terpe sagte: „Gauck äußerte, dass er selbst in seiner Gemeinde dahingehend wirksam werden will, dass er die ihm dort bekannten Übersiedlungsersuchenden durch Gespräche, mehrmalige Gespräche beeinflussen will, damit sie in der DDR bleiben.“ Terpe dankte ihn ausdrücklich dafür. – Deutlicher kann man eine Bereitschaft zur Kooperation mit dem SED Staat kaum formulieren. Pastor Gauck nahm im Sinne des MfS, der SED, des Staates Ausreisewillige an die Brust.

Pastor Gauck beschimpfte Ausreisewillige, junge Angehörige der Intelligenz wie auch Ärzte und Jugendliche und er attestierte ihnen eine Unterentwicklung im Punkt Heimatgefühl“. Das Verschweigen politischer Beweggründe kann als Demutshaltung gegenüber dem MfS-Hauptmann gewertet werden.

Hauptmann Terpe dankte Pastor Gauck „für seine Initiativen und für seine langfristig gute Zusammenarbeit“. Ausdrücklich verwies der Stasi-Mann darauf, dass er nicht nur persönlich dankt, sondern dass der Dank vom Ministerium für Staatssicherheit insgesamt kommt.

Pastor Gauck erklärte, das Gespräch mit Hauptmann Terpe habe ihn angenehm überrascht, es habe ihm viel gegeben. Er glaube, „dass das MfS einen echten positiven Beitrag zur Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft einbringen wird“.“  via: scharf links

  • Man darf gespannt sein, wann Herr Gauck  entlarvt wird bzw. wann der Herr Bundespräsident IM Larve in spe über seine allzu gut geschmierten Schleimspuren stolpert.
  • Im direkten Vergleich von Präsident (russisch) und Präsident (deutsch) scheint mir der Putin die besseren Überlebenschancen im Amt zu haben.

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Griechenland: Lug, Trug und das Big Business


Nachdem das griechische Volk mehr oder weniger unter die Diktatur  der EU und damit der deutschen Regierung gestellt wurde, sollen nun deutsche Finanzbeamte bei der völligen Ausweidung der griechischen Vermögenswerte mithelfen. Gleichzeitig wird das deutsche Verarmungsprogramm Hartz 4 in einer verschärften Form in Griechenland erprobt und auf seine Tauglichkeit für weitere unbotmäßige Völker Europas getestet.

Dabei stellt sich eigentlich die Frage, was an den deutschen Steuerfahndern so unerhört gut sein soll, wenn  man sich erinnert, daß es lediglich durch den Aufkauf von Disketten mit Daten von bundesdeutschen Steuerflüchtlingen gelingt, die riesigen Löcher zu stopfen, die dem  deutschen Staat durch seine Reichen und deren Tricks entstehen.

Das ist nur ein Punkt der grandiosen Verlogenheit, mit der derzeit das griechische Volk überzogen wird. Im Hintergrund laufen weiterhin die Geschäfte der internationalen, besonders der deutschen Rüstungsbetriebe auf Hochtouren. Der griechische Rüstungsetat entwickelt sich dabei wie folgt:

„Bei den von einer Troika aus Experten des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission überwachten Sparmaßnahmen wird das Verteidigungsbudget kaum angefasst. Schon laut Stabilitäts- und Wachstumsprogramm für Griechenland für das Jahr 2010 sollte das Budget für Rüstungsausgaben nur um 0,2 Prozent der Wirtschaftsleistung gekürzt werden – um 457 Millionen Euro. Im selben Dokument wurde vorgeschlagen, die Sozialausgaben um 1,8 Milliarden Euro zu kappen.

Im Etat für 2012 ist vorgesehen, dass der Sozialhaushalt um weitere neun Prozent schrumpfen soll, also um zwei Milliarden Euro. Die Beiträge zur NATO hingegen sollen um 50 Prozent auf dann 60 Millionen Euro steigen, die laufenden Ausgaben für den Verteidigungshaushalt gar um 200 Millionen auf dann 1,3 Milliarden Euro: ein Plus von 18,2 Prozent.“

via : der standard

„Auf der anderen Seite ist Griechenland der EU-Staat mit den – auf das Bruttoinlandsprodukt bezogen – höchsten Rüstungsausgaben überhaupt: etwa 4% des griechischen BiP werden für Waffenkäufe verwendet, von denen wiederum gut 30% auf Deutschland entfallen. Paradoxerweise wurde Griechenland jedoch trotz seiner prekären Finanzlage nicht etwa zu einer rigorosen Minderung des nationalen Rüstungsetats, sondern vielmehr direkt oder indirekt zu immer weiteren Waffeneinkäufen gedrängt.

Eine Minderung des griechischen Rüstungsetats sei es auch nur um die Hälfte (womit der Anteil auf das BiP bezogen im EU-Vergleich immer noch der Höchste wäre) würde das staatswirtschaftliche Problem Griechenlands mit sofortiger Wirkung nachhaltig lindern. Offensichtlich liegt eine derartige Lösung jedoch nicht im Interesse jener “Partner”, deren eigene (Volks-) Wirtschaft zu einem erheblichen Anteil am Tropf gerade dieser Rüstungsexporte hängt.“

via: Griechenland-Blog

Man sieht also unschwer, daß sich immer noch beste Geschäfte mit der griechischen Wirtschaft machen lassen.  Und die Gewinne auf griechischer Seite wandern entsprechend ungefiltert ins Ausland:

„Steuerhinterziehung ist für den angeschlagenen griechischen Staatshaushalt ein Riesenproblem. Um Athen weitere Einnahmen zu verschaffen, soll ein Abkommen zwischen Athen und Bern künftig Steuereinnahmen von ins Ausland gebrachtem Vermögen generieren. Schweizer Medien schätzten die von Griechen auf Schweizer Konten verschobene Summen kürzlich auf rund 286 Milliarden Euro, die unversteuert auf Schweizer Banken liegen.“

via: die presse.com

Eine seriöse Presse, zu der ja seit Wulff auch die Springerpresse gehören soll, die ja minutiös bis zum letzten Bobbycar hinter dem wulffschen Ehepaar her war, müßte all diese Fakten groß und systematisch recherchieren und veröffentlichen. Stattdessen erleben wir ein dümmliches Herumreiten auf dem angeblich zu hohen Lebenssstandard griechischer Arbeiter, Bauern, Rentner, Studenten, Hausfrauen und Beamten, auf all denen also, die sich gegen den Exportschlager Hartz4 nicht wehren können und nicht nur mit Vorurteilen und Häme seitens der deutschen Journaille überzogen werden, sondern denen man nun das letzte Hemd wegnehmen will.

Und so steht zu befürchten, daß demnächst das gleiche böse Spiel, an dem immer die Banken, die Reichen und die Rüstung verdienen, in Irland, Portugal, Spanien und Italien sich wiederholen wird.

Gegenöffentlichkeit tut not. Von der Springerpresse bis hin zum SPIEGEL ist diese kritische Berichterstattung nicht zu erwarten. Sicher wird dort all das genannte erwähnt, ohne jedoch in seine wahre Bedeutung gesetzt zu werden. Wie sagt man so schön: Nur die halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge.

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Wer kann Präsident?


Schade, daß das Kandidatenkarussell für DAS Amt so schnell beendet wurde. Dabei gäbe es doch noch genug Anwärter(innen), es weiterhin würdig zu beschädigen. Hier einige Vorschläge:

1.Wolfgang Schäuble: 

Am 10. Januar 2000 hatte Schäuble eingeräumt, vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber im Jahre 1994 eine Bar-Spende über 100.000 DM für die CDU entgegengenommen zu haben. Am 31. Januar 2000 gibt Schäuble ein weiteres Treffen mit Schreiber im Jahr 1995 zu. Das Geld blieb im Übrigen verschwunden, bis heute weiß niemand, wo es hingeflossen ist. Wie kann Angela Merkel also diesem Herrn Schäuble vertrauen? “ – „Weil, weil diese, weil diese Person mein Vertrauen hat.“ Dem holländischen Journalisten Scharfenberg reicht diese Antwort  nicht. Er hakt nach: „Aber kann er mit Geld umgehen, wenn er vergisst, dass er 100.000 Mark bar in seiner Schublade liegen hat?“ Frau Merkel zeigt sich unbeirrt: „Ich habe wirklich jetzt alles gesagt dazu.“  via: gulli

Noch würdiger für DAS Amt wird Schäuble durch die Tatsache, daß die verstaatlichte Hypo-Real-Estate-Bank im Jahr 2011 55 Milliarden Euro als Ausgabe statt als Einnahme verbucht hat.

  • Fazit: Schäuble kann Präsident.

2. Cem Özdemir, der sich derzeit mit großen runden Augen über Wulff echauffiert:

Sein Amt  als innenpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion legte er am 26. Juli 2002 nieder, nachdem die Annahme eines Privatkredites über 80.000 DM vom PR-Berater Moritz Hunzinger und die private Verwendung dienstlich erworbener Bonus-Meilen bekannt wurden. Özdemir hatte die Annahme des Kredits öffentlich bedauert und angekündigt, den Betrag umgehend zurückzuzahlen. Sollte der damalige Zinssatz von 5,5 Prozent unter den üblichen Marktkonditionen gelegen haben, werde er die Differenz an ein Zentrum für Folteropfer spenden. 2008 wurde er aufgrund dieser Verdienste Bundesvorsitzender der Grünen.   via: wikipedia

  • Fazit: Özdemir kann Präsident.

3. Margot Käßmann:  Hier sind auf jeden Fall beschwingte und kurvenreiche Dienstfahrten garantiert, wobei hier auch das dem Bundeswulff zum Vorwurf gemachte geschenkte Bobbycar zum Einsatz kommen könnte. Darüber hinaus sind interessante Auslandsbesuche zu erwarten, da Frau Käßmann gerne auch mit Taliban beten will.  Zudem jede Menge Platitüden :

„In der Mitte des Lebens“ ist Käßmanns erfolgreichstes Buch. Die Kapitelüberschriften lauten „Veränderungen wagen“ oder „Die Mitte finden“. Sie bestehen aus Sätzen wie: „Wichtig ist, nicht zu vertrocknen, sondern offen zu sein für das Neue und keimen und aufblühen zu lassen, was blühen will und kann.“ Eiapopeia-Prosa, wie der Literaturkritiker Denis Scheck treffend schrieb.

Wer Käßmann nur aus den Büchern kennt, könnte den Eindruck gewinnen, sie sei eine Art Dalai Lama auf Evangelisch: eine entrückte Person mit mildem Lächeln, immer bereit, ihrem Nächsten den weißen Schal der Freundschaft um den Hals zu legen.“  via: Der Spiegel

  • Fazit: Auch die FrauIn Käßmann kann PräsidentIn.

4. Guido Westerwelle: Der Rechtsaußeminister mit der Lizenz, viel zu sagen, aber nichts mehr zu sagen zu haben ist der klassische Kandidat, nach oben entsorgt zu werden. Und ein ernsthafter Mahner gegen spätrömische Dekadenz, die sich unter den Hartzern und 1-Euro-Jobbern breitzumachen droht. Besonders eindrucksvoll auch seine blutleeren und leidenschaftslosen Statements gegen Diktatoren in aller Welt mit der Garantie, daß die Konsequenzen, Boykotte und Sanktionen nichts Entscheidendes bewirken.

  • Fazit: Guido kann Präsident.

5. Natürlich Helmut Kohl:

„In der CDU-Spendenaffäre nach der verlorenen Bundestagswahl 1998 verschwieg Kohl die Herkunft eines Betrags in Höhe von eineinhalb bis zwei Millionen DM, obwohl er gemäß dem Parteiengesetz, welches er als Bundeskanzler selbst unterzeichnet hatte, und der darin verankerten Publikationspflicht zur Auskunft verpflichtet war. Bis heute nimmt Kohl keine Stellung zu diesem Thema. Seine Argumentation, er habe das Geld von Spendern erhalten, denen er mit „Ehrenwort“ versprochen habe, ihren Namen zu verschweigen, steht im Gegensatz zur geltenden Rechtslage…  Für die der CDU durch die anschließende Sperrung der Wahlkampfkostenerstattung entstandenen finanziellen Einbußen kam Kohl mit Geld aus einer privaten Spendenaktion auf.“ via: wikipedia

  • Wer kann schon das AMT einem verweigern, der sein Ehrenwort hält?

Bleibt noch das BILD der Woche, bei dem in erfreulicher Deutlichkeit klar wird, welche politischen Alternativen in dieser Republik vorhanden sind. Außer den ausgesperrten Sozialdemokraten, die sich heute „die Linke“ nennen, keine. Stromlinienförmigkeit ist garantiert.

Wir mögen uns alle 🙂

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Sind wir nicht alle ein bißchen Wulff?


Eigentlich wollte ich nix mehr zum rabattgeilen Wulff und seiner Amigo-Szene schreiben. Schließlich ist er wirklich nur ein Vertreter der Geiz-ist-Geil-Generation, die sich in ihrem Bundespräses so zielgenau wiederspiegelt.

Die Bildzeitung, verfügte sie über so was wie Selbsterkenntnis und selbstkritische Neigungen, müsste eigentlich titeln: „Sind wir nicht alle ein bißchen Wulff?“ und damit die Frage an ihre verdummte, egozentrierte und konsumorientierte Leserschaft stellen, ob sie nicht, hätte sie die Gelegenheit dazu, auch beim kostenlosen Bobby-Car, bei der Promotion eines Buches über ihre trostlose Biographie, beim Freund mit den Spendierhosen und beim besten Platz im Urlaubsflieger zugreifen würde.

Und wenn diese Leserschaft der sattsam bekannten Springerpresse, die eigentlich eher Hamstern oder Lemmingen ähnelt, ebenfalls über so eine Eigenschaft wie Selbstreflektion verfügte, dann müsste sich die ganze Szene, also Leserschaft mitsamt den Schreiberlingen, eingestehen, daß sie alle nicht nur ein bißchen, sondern hundertprozentig Wulff wären.

Ich selbst bin neulich in einem persönlichen Feldversuch zu meiner Bank gegangen  (zur LBBW, der Hausbank von mir und Wulff) und habe dort ultimativ und laut die Einräumung eines Wulff-Kredits verlangt, weil ohne meine wichtige Persönlichkeit Deutschland den Bach runter ginge (was ja nebenbei bemerkt kein Verlust für die Menschheit wäre).  Ich wurde dort vom Filialleiter allerdings darüber belehrt, daß ich zwar gleich wie alle anderen sei, aber Herr Wulff sei halt dann doch noch etwas gleicher (und reicher…).

Und so bleibt mein persönliches Fazit, daß dort oben genau der richtige und rechte Dödel das heutige Deutschland repräsentiert. Er macht das, was hier nahezu alle gerne machen (würden).  Warum also zurücktreten? Er wird doch nur dafür gehasst, weil er dem häßlichen Ideal-Gesamtdeutschen sein unverzerrtes Spiegelbild zeigt:

Geizig, egoistisch, verfressen, unsozial, fremdenfeindlich und antisemitsich, arrogant, versoffen und herrenmenschisch, selbstgerecht, gewalttätig und Doitschland-über-alles stellend. Weitere Adjektive erspare ich mir, denn auch ich spare gern, bin schließlich schwäbisch erzogen…

Ade.

 

 

 

 

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