Lieder, die wieder aktuell sind: Das letzte Paradies


Die Umweltverschmutzung im Golf von Mexiko nimmt verheerende Ausmaße an. Eine Patentlösung gegen das schleimige Übel gibt es nicht. Aber Menschen mit Umweltgedächtnis erinnern sich an „Exon Valdez“ oder “ Prestige“, Tanker, die bis dahin unvorstellbar große Schäden anrichteten.

Fred Ape schrieb Anfang der 80’er das Lied „Das letzte Paradies“:

Das letzte Stückchen weißer Sand

ist jetzt mit schwarzem Öl bedeckt;

Wo ich noch gestern Muscheln fand,

ist überall der Sand verdreckt.

Wo einst die Dünen endeten,

und ich in meinen Träumen lag,

Da liegen heute tote Vögel,

erstickt in Öl seit diesem Tag.

Und auch die Wellen bringen nicht,

die Gischt, den weißen Meeresschaum.

Das einz´ge  Strandgut: Schwarzes Öl.

Auch die Erinnerung hilft kaum.

Nur manchmal steht ein Fischer da,

am Strand und schaut aufs weite Meer,

seit jenem Tag, als es geschah,

blieben seine Netze leer.

Zerbrochen liegt das Wrack im Meer,

wie Du es durch den Nebel siehst

und damit brach ein Tarum entzwei,

der Traum vom letzten Paradies!

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Griechenland in Googles Hand


Griechenland nutzt Google Earth zur Steuerfahndung: Die Helenen sehen sich nicht nur einer unheiligen Allianz von Spekulanten und Politgeiern ausgesetzt, auch der bisher so harmlos daherkommende Google-Hupf entpuppt sich als gigantisches Schnüffelprogramm.

„Wer einen Pool besitzt und ihn bisher nicht deklariert hat, sollte anfangen, sich Sorgen zu machen“, warnt der Finanz-Generalsekretär Geogakopoulos.

„Wir sind entschlossen, jedes Mittel zu nutzen, auch Google, um die Steuerhinterziehung zu bekämpfen“, sagt Dimitris Georgakopoulos, Generalsekretär im griechischen Finanzministerium. Eine Gruppe von 15 Finanzbeamten durchforstet bereits mit Hilfe von Google Earth ganz Griechenland nach den unbekannten Schwimmbädern, die von ihren Besitzern „versehentlich“ in der Steuererklärung „vergessen“ wurden.

Und so entpuppen sich die vollmundigen Datenschutzbestimmungen von Google, auch die „big five“ genannt, als zynische Ankündigung, sich den Steuerbehörden weltweit anzudienen. Google:

  • „Wir verwenden Daten zur Bereitstellung hochwertiger Services für unsere Nutzer.
  • Alle Google-Produkte unterliegen hohen Datenschutzstandards.
  • Die Erfassung von Daten wird transparent gemacht.
  • Nutzer erhalten sinnvolle Wahlmöglichkeiten zum Schutz ihrer Daten.
  • Wir gehen mit gespeichterten Daten verantwortungsvoll um.“
  • Während Griechenland baden geht, badet der dortige Fisskus vor allem im Google-Datenpool.

    Zu vermuten ist, daß demnächst Tarnnetze der Armee zum Abdecken der griechischen Insel-und Poolwelt einen Boom erleben werden.

    Und hier gleich ein potentieller Steuersünder aus Athen, den ich heute unter folgender Adresse beim Baden in seinem überdimensionierten Pool erwischte:

    maps.google.de/maps?ll=38.015238,23.779932&;z=18&t=h&hl=de

    Pool-fahnding and finding  in Greece: It’s awesome!

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    Ratzinger: Die unheilige Hand Gottes


    US-Anwalt Anderson will den Anführer der größten Sekte der Welt, die in jüngster Zeit durch mehrere zehntausend Mißbrauchsfälle in die Schlagzeilen geriet, vor Gericht stellen. Ratzinger soll von Missbrauchsfällen gewusst haben. Ob er als oberster Vatikaner Diplomatenstatus hat, wird ebenfalls bezweifelt.


    Wegen des Missbrauchsskandals wollen die prominenten Atheisten Richard Dawkins und Christopher Hitchens („God is not great“) die Justiz drängen, Benedikt XVI. bei seinem Großbritannien-Besuch festnehmen zu lassen. Er habe sich Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht.

    Mit dieser Anklage entfällt jeglicher auch noch so fragwürdige Immunitätsstatus des „Heiligen Stuhls“.

    Dawkins und Hitchens gehen davon aus, dass der Papst sich bei seiner Großbritannienreise nicht auf seine diplomatische Immunität berufen könnte – obwohl es sich um einen Staatsbesuch handelt. Der Vatikanstaat, an dessen Spitze Benedikt XVI. steht, ist schließlich nicht von den Vereinten Nationen anerkannt.

    Zunehmend wird – mit Ausnahme der deutschsprachigen Gazetten – vor allem im angelsächsischen Raum berichtet, mit welcher schier kriminellen Energie der heutige Papst  nicht energisch genug gegen  einen pädophilen Geistlichen , Pater Kiesle, der bereits 1978 wegen Mißbrauchs schuldig gesprochen worden war, in den USA vorgegangen ist. US-Medien hatten berichtet, der damalige Kardinal Joseph Ratzinger habe sich 1985 als Präfekt der Glaubenskongregation gegen die rasche Entlassung des Priesters ausgesprochen.

    • Aber die Schleusen öffnen sich erst:

    FAZnet berichtet heute von der jahrelangen Vergewaltigung einer jungen Frau in Kalifornien durch eine 7-köpfige Priesterbande. Auch hier dauerte es Jahrzehnte, bis die Dinge öffentlich wurden.

    Bis in die 80er Jahre wurden Kinder und Jugendliche der Ureinwohner Kanadas der Inuit und Indianer in katholische und andere christliche Internate geschickt, um die „westliche Kultur“ anerzogen zu bekommen. 80 000 Kinder sind dort aber Opfer von Misshandlungen und sexuellem Missbrauch geworden.

    Im August 2008 bekannte sich ein katholischer Priester schuldig, zwischen 1954 und 1984 insgesamt 47 Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Die Oberhäupter der kanadischen Kirche kündigten an, rund 10 Millionen Euro an die Opfer zu zahlen. Der Fall wurde bekannt, als eine der Frauen den Geistlichen beschuldigte.

    In Irland verhindern Ratzinger und seine dortigen Orden, daß Namen der Täter genannt werden und damit gerichtlich gegen diese vorgegangen werden kann.

    In einem 5-bändigen Bericht werden  35.000 Fälle von verwaisten, verlassenen oder vernachlässigten Kindern aus den Jahren zwischen 1914 und 2000 geschildert.  Die Mißbrauchsommission befragte mehr als 2000 Zeugen, die ihre Kindheit in einer von 216 Institutionen in der Republik Irland verbracht haben. Meist handelte es sich dabei um sogenannte „Industrial Schools“ – Arbeitshäuser für Minderjährige, die von christlichen Orden geführt wurden.

    Vor allem in Heimen für Jungen fand der Bericht, dass Körperstrafen „allgegenwärtig, hart, willkürlich und unvorhersehbar“ gewesen seien. „Die Kinder lebten im täglichen Schrecken nicht zu wissen, woher die nächsten Schläge kommen würden“, schrieben die Autoren.

    Sexueller Missbrauch sei „endemisch“ in Institutionen für Jungen gewesen, also permanent und im System eingebaut. Auch in Mädchenheimen sei es regelmäßig zu Übergriffen durch Angestellte oder Besucher gekommen. Darüber hinaus, „war das Essen unzureichend“.

    In Deutschland berichtet allein die vom Jesuiterorden  beauftragte Anwältin Ursula Raue, ihr seien bundesweit mittlerweile rund 170 Opfer bekannt, darunter 59 ehemalige Schüler des Canisius-Kollegs. Im Jesuitenorden habe es bundesweit auch in den 1950er- und 1960er-Jahren Missbrauch durch Patres gegeben. Die genaue Zahl der bisher beschuldigten Täter nannte sie nicht.

    Welche Folgen die Ankündigungen von Dawkins und Hitchens  für die Reisepläne des Papstes haben werden, wird sich zeigen.

    Die frühere israelische Außenministerin Zipi Livni musste im vergangenen Jahr eine Großbritannien-Reise wegen eines ähnlichen, allerdings konkreteren Falles absagen. Palästinenser hatten sie wegen angeblicher Kriegsverbrechen im Gaza-Streifen verklagt. Ein Gericht in London hatte einen Haftbefehl wegen des Vorwurfs erlassen, dass israelische Soldaten während des Gaza-Kriegs an Kriegsverbrechen beteiligt gewesen sein sollen.

    Die katholische Kirche gehört für weltweiten Mißbrauch vor Gericht gestellt. Beispielhaft an ihrem obersten Bandenboss geht das am Besten.

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    Das große Schweigen: Warum Griechenland durch die BRD bankrott wird


    Schäuble, Merkel und ihre Brüderles im Geiste weisen mit nacktem Zeigefinger auf die dummen Griechen.  – Dabei hat ihnen die deutsche Regierung kräftig geholfen, Geld in immer noch mehr Rüstung zu stecken und sich zu ruinieren.

    Griechenland ist der EU-Staat mit den – auf das Bruttoinlandsprodukt bezogen – höchsten Rüstungsausgaben überhaupt: etwa 4% des griechischen BiP werden für Waffenkäufe verwendet, von denen wiederum gut 30% auf Deutschland entfallen. Paradoxerweise wurde Griechenland jedoch trotz seiner prekären Finanzlage nicht etwa zu einer rigorosen Minderung des nationalen Rüstungsetats, sondern vielmehr direkt oder indirekt zu immer weiteren Waffeneinkäufen gedrängt.

    Eine Minderung des griechischen Rüstungsetats sei es auch nur um die Hälfte (womit der Anteil auf das BiP bezogen im EU-Vergleich immer noch der höchste wäre) würde das staatswirtschaftliche Problem Griechenlands mit sofortiger Wirkung nachhaltig lindern. Offensichtlich liegt eine derartige Lösung jedoch nicht im Interesse jener “Partner”, deren eigene (Volks-) Wirtschaft zu einem erheblichen Anteil am Tropf gerade dieser Rüstungsexporte hängt.

    Die EU-Kommission soll schon im letzten November in einem Memorandum eine Halbierung der griechischen Rüstungsausgaben vorgeschlagen haben. Das mag sein, aber die großen Euroländer scheinen von diesem Vorschlag nichts gehört zu haben. Vor allem Deutschland und Frankreich drängen die Athener Regierung seit Jahren massiv zum Ankauf ihrer Panzer, Kampfflugzeuge und Fregatten.


    • Beispielhaft ist hier der Deal, der noch am 18.03.2010 über die Bühne ging:

    Im Jahr 2000 hatten die Griechen in Deutschland vier  U-Boote  im Wert von 2,85 Mrd. Euro gekauft.  Jetzt wurde der letzte Teil des Handels abgeschlossen: Die Griechen übernehmen ein angeblich problematisches U-Boot des Typs 214 mit dem Namen „Papanikolis“ . Zudem sollen drei weitere U-Boote vom Typ 214 vollendet werden und an Griechenland gehen. Statt der Modernisierung von drei alten U-Booten des Typs 209 erhalten die Griechen zusätzlich zwei weitere 214-U-Boote .

    Darüber – und wie die deutsche Rüstungsindustrie daran beteiligt ist, sowohl Griechen wie den Türken milliardenschwere Aufträge aufzuschwatzen, weil diese ja sich feindlich gegenüberstehen, darüber ist derzeit von der Bundesregierung nichts zu hören.

    Quellen:

    www.blog-n-roll.net/die-griechenland-luege-bailout-fuer-banken-und-ruestungsindustrie/

    www.go2hellas.net/griechenland-blog/tag/ruestungsausgaben/

    www.handelsblatt.com/newsticker/unternehmen/auftraege-athen-streit-um-deutsche-u-boote-fuer-griechenland-beigelegt;2548497

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    Der Krieg an sich ist Verbrechen, ist Barbarei


    Gibt es eigentlich Kriegsverbrechen? Oder ist nicht der Beginn eines Krieges der Beginn eines Verbrechens, zu dem sich neben legalisiertem Massenmord in aller Regel Vergewaltigung, Körperverletzung und Demütigung, Gefangenschaft, Enteignung, Flucht u.a.m. gesellt?

    Im Folgenden ein Auszug aus:

    Camillo Berneri: Der Krieg als kollektives Verbrechen

    „Ich behaupte nicht im geringsten, daß der Militarismus keine Schule der Courage sei, doch die Courage, die er hervorruft, ist mit Gewalt und Brutalität verseucht“, sagt Augustin Frédéric Hamon in seinem 1904 erschienenen Buch Psychologie du militaire professionnel….

    …Oder wie der sächsische Fürst Georg sagte: „Nimm und stiehl, soviel du kannst, gebrauch Listen und leg Hinterhalte, und je mehr du umbringst, desto größer wird dein Verdienst sein“….

    Ein italienischer Soldat schrieb aus Tripolis: „Die Araber-Türken unter unserem Kanonenbeschuß in die Luft fliegen zu sehen, hat uns wahrhafte Befriedigung verschafft. Hier ist es wie auf der Jagd und nicht wie im Krieg, und ein Feind wird hier so einfach getötet wie man eine Mücke zerquetscht“….

    Der Soldat wird im Krieg wieder in den Urzustand versetzt.

    Wie einer, der noch nie jemandem ein Haar gekrümmt hat, dahin kommt, wehrlose Gefangene abzuschlachten, so plündert der andere, der im Zivilleben dem Händler sofort das zuviel herausgegebene Wechselgeld zurückerstattet, bedenkenlos Bauernhöfe, Kirchen und Lagerhäuser. Wer schon einmal beim Militär war, weiß wieviel Wahres an der Feststellung Voltaires ist: „Diebe und Soldaten sind miteinander verwandt“….

    Der Dichter Hureman besingt in seinem Gesang der Sieger :

    „Eure Stadt, mit dem Gold, dem Purpur, den Weingefäßen, den schönen Betten und Frauen ist unserem Hunger anheimgegeben. Eure sanften Jungfrauen werden wir in unseren starken Armen erniedrigen. Wie Welpen werden wir eure Brut auf den Marmorboden der entweihten Frauengemächer schlagen. Mit Feuer werden wir den Mutterschoß ausbrennen und in der brandgeschwärzten Wunde wird kein Samen überdauern“….

    Gemetzel, Plünderungen, Vergewaltigungen, darin besteht Krieg.

    Um seiner Lust zu genügen, faßt der Niederträchtige den Mut, der ihm ansonsten abgeht, wenn er seinen Nächsten aus einer Gefahr erretten oder ein mit Schmerzen verbundenes und gefährliches Unterfangen beginnen soll. In der rauch- und blutgeschwängerten Atmosphäre des Krieges fällt der Durchschnittsmensch in die Barbarei zurück, und manchmal wird er darin sogar zum Wilden.“

    Oder wie es Franz-Josef Degenhardt in seinem Lied von den guten alten Zeiten beschreibt:

    Manchmal durfte man nicht töten, manchmal wieder musste man.
    Ganz Genaues weiss man nicht mehr, aber irgendwas ist dran.
    Denn wer Tausende verbrannte, der bekam den Ehrensold,
    doch erschlug einen einzlnen, hat der Henker ihn geholt

    Wenn ein Kind ganz nackt und lachend unter einer Dusche stand,
    dann bekam es zur Bestrafung alle Haaren abgebrannt.
    Doch wars artig, hats zum Beispiel einen Panzer gut gelenkt,
    dann bekam es zur Belohnung um den Hals ein Kreuz gehängt.

    Alle glaubten an den unsichtbaren gleichen Manitu,
    doch der Streit darüber, wie er aussah, lie sie nicht in Ruh.
    Jene malten ihn ganz weiß und andre schwarz oder gar rot,
    und von Zeit zu Zeit, da schlugen sie sich deshalb einfach tot….

    in den guten alten Zeiten.

    Krieg an sich ist das Verbrechen. Kriegsverbrechen dagegen ist ein Konstrukt, das vorgaukelt, es gäbe eine Moral und eine Anständigkeit im Krieg, und lediglich einige Wenige verhielten sich im Krieg verbrecherisch.

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