Hai-Society: Schicksal besiegelt?


Die Artenschutzkonferenz in Katar hat einen Antrag abgelehnt, den Schutz von Hai-Arten zu verbessern. Diese sind nicht zuletzt wegen der grossen Nachfrage nach Haifischflossensuppe in China bedroht.

Besonders gefährdet sind der Bogenstirn-Hammerhai (Sphyrna lewini) und der Weissspitzen-Riffhai (Triaenodon obesus). Ihr Bestand ging seit den 80er Jahren drastisch zurück, insbesondere wegen hoher Nachfrage nach Haifischflossensuppe in China.

Aber Widerstand regt sich:hai2

So findet am 30.Mai ein Frauenlauf in Wien statt, bei dem die Mädels auf dem Rücken “ deutlich sichtbar Flossen mit der Aufschrift STOP FINNING tragen. Diese Flossen sind lauferprobt, sehr leicht und kaum zu spüren….“


Doch ein Herz für Haie?

Hai Society Logo(1)Bestandsschutz erhielten dagegen die menschlichen Haie, die in ihrem Fortbestand nicht gefährdet sind. Der Banker-Hai erholt sich derzeit auf Bankrott-Riffen und in den Bad-Banks, die weltweit zu seinem Schutz angelegt wurden.

Ähnlich erfolgreich sind die Pharma-Haie und die Rüstungs-Kampfhaie. Auch der weitverbreitete Diplomat-Lügenhai ist genauso wenig auszurotten wie der Kriech-und Schleimhai.

Artenschützer wiesen darauf hin, daß die verschiedenen menschlichen Haie zwar weniger, aber immer reicher werden. Auch seien deren Flossen kaum zum Verzehr geeeignet, da sich niemand traue, auf diesselben kräftig  zu schlagen.

Sie könnten daher ihre Raubzüge weltweit fortsetzen, ihnen werde auch weiterhin keine Grenzen gesetzt….
Haie in freier Wildbahn – zum Beispiel beim Opernball in Wien:

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About the catholic church


This is so true. And it’s from 2007! It’s a prophecy.

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Texas: Aus für Kapitalismus und Thomas Jefferson!


Kapitalismus ist nicht mehr. Zumindest auf dem Papier. Die Schüler(innen) vom Austin sollen künftig statt Kapitalismus  den besser klingenden Begriff „freie Marktwirtschaft“ verwenden.

So beschlossen vom Erziehungsausschuß in Austin, berichtet die „Junge Welt“.

Gleichzeitig flog auch der 3.Präsident der USA, Thomas Jefferson, Autor auch der Unabhängigkeitserklärung, aus den Lehrplänen der Cowboys.

Banken  sind gefährlicher als stehende Armeen“, hatte dieser gesagt und ist damit auf der Höhe der Zeit, aber gefährlich für die texanische Jugend.

Oder, wie wenn er die Unsitten der katholischen Kirche geahnt hätte:

„Besser den Wolf aus der Schafherde heraushalten als darauf zu vertrauen, man könne ihm Zähne und Klauen ziehen, nachdem er eingebrochen ist.“

Bezüglich des in Texas nun „abgeschafften“ Kapitalismus:

Geld und nicht Moral ist die Maxime von Handelsnationen.“

Statt Jefferson sollen dafür  Thomas von Aquin und Johannes Calvin die insgesamt 4,7 Millionen Kinder beglücken. Wes Geistes Kinder die beiden sind , sei durch folgende Zitate belegt:

„Mag das Geld auch den Charakter des bloß Nützlichen haben, so hat es dennoch eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Glück, weil es auch den Charakter des Allumfassenden besitzt, da ja dem Gelde alles untertan ist.” (Thomas von Aquin)

„Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen.“ (Johannes Calvin) Mit diesen Worten verbrannte er in Peney 1545 insgesamt 34 Männer und Frauen.

Der Roll-Back, die Reaganisierung, der Kreationismus und die Geschichtsklitterung gehen damit weit über den Bibelgürtel der USA hinaus, werden doch ähnliche Lehrplanänderungen auch in Kalifornien und 20 anderen Bundesstaaten diskutiert.

Stichwort Bibelgürtel:

Der von einer tiefen evangelikalen Frömmigkeit eines Großteils seiner Bewohner geprägte sogenannte Bibelgürtel (Bible Belt) in den USA erstreckt sich über etwa ein Viertel des Landes: von Kansas im Nordwesten bis zu Florida im Südosten, sowie von Pennsylvania im Nordosten bis Texas im Südwesten. Die Amischen in Pennsylvania, Illinois oder Indiana stechen hier zwar aufgrund ihrer traditionellen Lebensweise hervor, sind aber nur eine christliche Gruppe unter vielen. Ein Blick auf die Kleinstadt Clinton im Staate Oklahoma zeigt deren Vielfalt. Hier gibt es 24 Kirchen für knapp 9.000 Einwohner. So etwa die „First Presbyterian“, „First Baptist Church“, „Tabernacle Baptist Church“, „First Mennonite“, die „Pentecostal Church of God“ oder „First United Methodist Church“.

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Das Schweigen der Hirten


Routiniert betreiben Kirche, Bischöfe und der Papst die Schadensbegrenzung für flächendeckende sexuelle und andere Gewalt, denen die ihnen anvertrauten Kinder  ausgesetzt waren. Wobei zu fragen ist, warum hier immer in der Vergangenheit geredet wird.

Wann endet eigentlich das Mittelalter, wenn dieses geprägt durch Hexenverfolgung, Frauenfeindlichkeit, Dämonisierung, Versklavung und Intoleranz gegenüber Wissenschaft und Fortschritt definiert wird?

Erst 1965 verkündete die katolische Kirche auf dem 2.Vatikanischen Konzil die Unvereinbarkeit zwischen Sklaverei und christlichem Glauben.

Und der Papstbruder Georg Ratzinger sagte am 9.03.2010 in der Passauer Neuen Presse: „Ich war dann froh, als 1980 körperliche Züchtigungen vom Gesetzgeber ganz verboten wurde. Daran habe ich mich striktissime gehalten, und ich war innerlich erleichtert.“

Abgesehen einmal davon, daß Ratzinger damit die geistige Haltung eines Dreijährigen offenbart, der solange schlechte Manieren hat, bis ihm die Mama diese verbietet, dauern diese finsteren Zeiten – wie hier zugegeben – mal schon bis 1980 an.

Und standfest weigern sich die deutschen Bischöfe seit Jahrzehnten, die entsprechenden Gewalttäter der irdischen Gerichtsbarkeit auszuliefern, maximal gibt es Versetzung und/oder Amtsenthebung.

Zwar geloben die Bischöfe Besserung:

Sie betonen, dass „die frühzeitige Einschaltung der Staatsanwaltschaften“ bei Missbrauchsfällen „besondere Bedeutung“ habe – künftig (!) soll bei begründetem Verdacht dem Opfer zur Anzeige, dem Täter zur Selbstanzeige geraten werden.

Aber:

Nicht erst seit gestern allerdings gibt es klare Gesetze, die auch für die katholische Kirche gelten, betrachtet man sie nicht als Staat im Staate.

In §8a „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ heißt es:

„Besteht eine dringende Gefahr und kann die Entscheidung des Gerichts nicht abgewartet werden, so ist das Jugendamt verpflichtet, das Kind oder den Jugendlichen in Obhut zu nehmen.“

In §176 des Strafgesetzbuches «Sexueller Missbrauch von Kindern« steht:

„Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter 14 Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen lässt, wird mit Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren bestraft.“

§225 des Strafgesetzbuches „Misshandlung von Schutzbefohlenen“:

„Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr (bis zu 10 Jahren) ist zu erkennen, wenn der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.“

Diese Gesetze sind bindend, es gibt keine Sondergerichtsbarkeit der Kirche, sondern den zwingenden Auftrag an den Staat, zu handeln.

Hinter all dem Schweigen, daß nun erneut auch von Papst Benedikt praktiziert wird, der in seinem Hirtenbrief nur „auf die da drüben“ (Irland) zeigt, steckt der Unwille, sich mit den Ursachen der Gewalt, die die Hirten reihenweise und jahrzehntelang gegenüber ihren Lämmern und Schäflein praktizieren und praktiziert haben, auseinanderzusetzen.

Die Abschaffung des Zölibats bedeutet einen mittelfristigen Machtverlust des vatikanischen Patriarchats, denn dem Wegfall des Zölibats würde die Ordination von Frauen folgen und eine Annäherung an die protestantischen Kirchen wäre eine weitere Konsequenz. Letztendlich stünde langfristig auch die Abschaffung des Papsttums zur Diskussion.

Und im Moment gleicht die mantra-ähnliche Beschwörung, daß die sexuelle Gewalt des Priestertums in der Vergangenheit, einer Art modernem Mittelalter, liege, dem Pfeifen im Walde.

Weitere Enthüllungen werden folgen. Nicht nur in Irland, Österreich und Deutschland. Denn es handelt sich um eine strukturelle, tief verwurzelte Gewalt, die, und das sei ausdrücklich betont, viel  verbreiteter ist, als heute diskutiert und aufgedeckt wird.

Daran sind oft ganze Familienverbände beteiligt. Jedes dritte Mädchen unter 18 Jahren wird beispielsweise Opfer sexueller Gewalt. – So berichtet es der katholische Mädchenverband in seinem Positionspapier aus dem Jahr 1994.

Dem Entsetzen folgt die Angst.

Der Angst folgt das Schweigen.

Dem Schweigen folgt die Handlungsunfähigkeit.

Der Handlungsunfähigkeit folgt die Mitschuld.

Das ist der immer wiederkehrende Kreis der Gewalt.

Bis heute. Und auch morgen.



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Franz-Joseph Strauß – wiederauferstanden?


Vor einigen Jahren ereilte einen meiner Lieblingsfeinde, den bayrischen Ministerpräsidenten Franz-Joseph Strauß, auf der Jagd sein Schicksal: Er starb an einer Herzattacke, die er vermutlich seinem ausschweifenden Leben schuldete.

Wir arbeiteten uns jahrzehntelang an ihm ab – in seiner berüchtigten Sonthofener Rede vom 18.11. 1974 bezeichnete er linke Schriftsteller als „Ratten und Schmeißfliegen, gegen die man keine Prozesse führen würde…“

Auch der Spruch: „Lieber ein kalter Krieger als ein warmer Bruder“ gab eine griffige Vorlage, ihn zu bekämpfen.

Politiker kamen und gingen seither.  Keiner allerdings erinnert mich in seinem demagogischen, unartigen, unanständigen und bösartigen Auftreten so sehr an FJS wie der Westerwelle-Guido.

So ist jetzt quer durch den Blätterwald zu lesen, daß die FDP meint, die Kritik an im schade der Demokratie, ja ,  die kritische Berichterstattung schade Deutschland….

Einer, der so ausgrenzt und die Menschen, die durch seine Politik (und die seiner Partei) auf der Straße sitzen oder für ein Nasenwasser arbeiten müssen, führt sich nun auf, als wäre er der King. Der, den man nicht beleidigen darf, denn: „Létat- c’est moi.“

Den Unterschied zwischen Strauß und dem falschen Fünfziger  Westerwelle macht allerdings aus, daß man dem Strauß nie nachsagen konnte, er würde nicht echt sein.

Und so sagte er seinerzeit auch:

„Die Charakterlosigkeit der FDP verbunden mit ihrem Selbsterhaltungstrieb ist eine der zuverlässig berechenbaren Komponenten.“

He was right, wasn’t he?

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