Kinder, Kinder… und Hartz4


München – Die Bundesagentur für Arbeit (BA) muss in mehreren hunderttausend Fällen Geld von Hartz-IV-Beziehern zurückfordern. Ein Sprecher des Arbeitsministeriums bestätigte, dass die Kindergeld-Erhöhung vom Januar um 20 Euro pro Kind auf das Sozialgeld der Arbeitsagenturen angerechnet werde, da Kindergeld als Einkommen gelte. Betroffene Eltern bekommen so zwar mehr Kindergeld, erhalten aber dafür aber weniger Hartz-IV-Leistungen – netto ändert sich für sie nichts; für die BA führt das zu einem immensen Bürokratieaufwand.bild-roland-koch-wahlkampf

Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge ergingen im Dezember 2009 noch mehrere hunderttausend Bescheide, die für Januar 2010 gelten. Weil aber im Januar das Kindergeld gestiegen sei, hätten die Hartz-IV-Eltern einmalig zu viel Geld erhalten.

Was sagt uns das?

Offensichtlich gibt es – laut Roland Koch – ja zwei Arten von Menschen: Die Einen leisten hochwertige Arbeit, die Anderen sind Hartzer und sind dazu verpflichtet, niederwertige Arbeit anzunehmen.

Die Erhöhung des Kindergeldes geht nur an die Hochwerter, die Niederwerter bekommen das mit ihrem üppigen Hartz-Satz verrechnet. Wir lernen daraus, daß es eben auch zwei Arten von Kindergeld gibt. Das Kindergeld und das Kindergeld-vier, das nichts wert ist.

Daraus kann folgerichtig geschlossen werden, daß es auch zwei Arten von Kindern gibt: Die hochwertigen „normalen“ Kinder und die Niederwertigen, auch genannt die Bildungsfremden.

Die sind demnächst nochmal 20.-€ im Monat mehr von der Bildung entfernt. Geschieht Ihnen wahrscheinlich recht. Einmal niederwertig, immer niederwertig.

Sagt Herr Koch, der honorige Politiker.

Bildungsnah und hochwertig.

Mit einem Hartz für Kinder.

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Dear Angela, sun of my heart!


Liebe Angela,

Du Grönlandbesucherin von 2007,
Klimaretterin von Koppenhagen,
Erhalterin der Eisbären und der Eisblumen an meinem Fenster,
Konservatorin der Gletscher und etwas alternder, aber süsser Schneehase,
Fürsprecherin der vom Untergang bedrohten Inselwelten und des Lummerlandes,
Kämpferin fürs Packeis und für Langnese,
Charmeuse der Krisenklimakatastrophengipfel, Bewahrerein der Alpenwipfel,
Göttin der Sennerinnen und der Alpenwiesen, von Edeltraud und Edelweiß,
Trocknerin der überschwappenden Meere und der Flussfluten von der Elbe bis zum Amazonas,
energie-sche  Verwalterin des Weltklimaerbes und:
Erwärmerin meines Herzens!

Konsequent bist Du, o Angela, wie immer.
Strahlende Aussichten verspricht Du uns mit der Kernkraft, wiegst Du uns in die Sicherheit Deiner Eier- und Salzstöcke und bescherst uns emmisons-und emotionslos die Renaissance der Dreck-und Strahlebären, dieser schon vom Aussterben bedrohten Tierart hilfst Du erneut auf die Füsse.

Und gibt es denn nicht, global gesehen, zu viel Sonne, zu starken Wind, zu viel Wärme aus der Erde?
Mit Hautkrebs, Sonnenbrand, Erkältung und Fieber, alles womöglich gleichzeitig?

Du, liebe Angela, engelsgleich merkelts Du da in Berlin und lässt Deinen Herold, Deinen Bruder im Geist, den Un-weltminister Röttgen, heute und immerdar verkünden, daß der Sonnenenergie und ihren umweltgrünen Profithaien der Zuschuss gekürzt beziehungsweise der Saft abgedreht wird.

Angie, here comes the sun…dididi… its all-right (= alles rechts).
(What a song, and what a tschanzler).

Bleib mir aus der Sonne.

Es grüßt Dich
wie immer der Deine

Hermanitou

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Rolands Kochbuch


Wissenswertes:bild-roland-koch-wahlkampf

Der leckere Hartzbraten ist eine echte Spezialtät aus Hessen-Süd.  Das dort ansässige Rotwild wurde bereits im Februar 1999 zum Abschuss freigegeben und nahezu ausgerottet. Kurz erholten sich die Bestände durch Neubesatz  im Jahre 2008, bei dem eine Kreuzung auf saftigen Grünflächen mit roten Hirschkühen Hessen und Hirschen aus dem Osten versucht wurde.

Doch bereits 2009 wurde der Versuch gestoppt und alle Arten von Rotwild erneut zum Abschuss freigegeben. Hier entstand der Hartzbraten, der eine spezielle Variation des überall bekannten „Hackbratens“ ist..

Man nehme:

Hartzwild, das durch die Lage seiner Gehege auf dürren und fast ausgetrockneten Weiden leicht zu erlegen ist. Besonders gut ist das Wild, wenn es vorher zu jeder, auch minterwertigster Tagelöhnerarbeit herangezogen worden ist und das Rückgrat weich und nach vorne tief gebogen ist.

Pfeffer, der in der rechten Ecke der Republik angebaut wird.
Salz , das auf die Wunden des Hartzwilds gestreut wird.
Heiße Kartoffeln, die Roland besonders gerne anfasst, um sie schnell fallen lassen zu können.
Versemmelbrösel ( aus dem Millarden-Fiasko der Banken)
Bauchspeck, den man sich aus den Gewinnen der Banken zuvor angefressen hat.
Dazu noch Wodka Gorbatschow aus den Weiten des sibirschen Stammlandes des Rotwilds.

Man füge hinzu:
Allererste Sahne, gewonnen aus dem ständigen Herumrühren in Vorurteilssuppen aller Art.
Dünne Hirnsuppe aus Zicklein,  wie sie beispielsweise im Heidi-Klum-TV massenhaft zu bewundern sind.

Man breche dazu außerdem: Viele Herzen.
Man füge einen Lorbeerkranz aus dem Wahlsieg von 2003 hinzu.

Das frisch geschlachtete Hartzfleisch lasse man vorher aus Hygienegründen durch einen Nacktscanner laufen, um jedes auch noch so kleine Rückgrat jederzeit erkennen und vorbeugend brechen zu können.

Man drehe nun die Hartzer durch den Fleischwolf.

Den Fleischteig wie bei Bull-etten vorbereiten. Mit Oregano oder Majoran würzen. Außerdem kommen zwei Bund gewiegte Petersilie hinzu.  Semmelbrösel dazugeben. Aus der gut durchgearbeiteten Masse einen Laib formen, eine Raine gut fetten, mit Speckscheiben belegen und den Teig darauf setzen. In der Röhre bei 200 Grad 40 Minuten durchbacken. Er muss eine tiefbraune Kruste bekommen. Drauf achten, daß er tiefbraun, aber nicht schwarz wird. Kurz vor dem Ende mit Bier begießen, dann den knusprigen Braten herausnehmen.Hackbraten_470

Anschließend  unter Hinzuziehen der wohlgesonnen Presse verspeisen.

Reste am nächsten Tag wiederaufbereiten und durchköcheln.

P.S.
Hackbraten wird auch „Falscher Hase“ genannt.
Hartzbraten wird – in Würdigung seiner Erfinders, Roland Koch, auch „falscher Fünfziger“ genannt.

Wohl bekomms!     

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Die Reifeprüfung


Haben wir uns ja schon dran gewöhnt, daß die Amis jeden guten Streifen, der aus Europa kommt, verhollywooden und einkitschen bzw. mit ihren Stars noch mal drehen, so kommt jetzt aus dem Land von G.B.Shaw, Tolkien und B.Yeats eine echte reality-Besetzung zu einem originären Hollywoodstreifen:

Mrs. ( Iris ) Robinson in real-action!

Hide it in a hiding place where no one ever goes

put it in your pantry with your cupcakes

it’s a little secret just the Robinsons‘ affair

most of all you’ve got to hide it from the kids….

…please Mrs. Robinson,

a nation turns its lonely eyes to you, hooo,hoo,hooo…

Altbesetzung:

Anne Bancroft              –   Mrs. Robinson

Dustin Hoffman         –   Benjamin Braddock

Murray Hamilton      –    Mr. Robinson

Katharine Ross           –   Elaine Robinson

…und die irische Variante:

Mrs. Robinson            – Mrs. Robinson         ( im Bett mit Kirk und seinem Vater))

Kirk McCambley       – Kirk McCambley     ( 19 Jahre alt)

Mr. Robinson              – Mr. Robinson

Unbesetzt dagegen bisher die Rolle der blutjungen Elaine. Wir nehmen Nominierungen entgegen.

Man darf gespannt sein, wann Kirk vor welcher  Kirche in Dublin steht und eine Elaine vom Altar rettet und in einen Bus mit ihr flüchtet.

Was bisher in Irland geschah:  Sex, money, politics and family, Spannung ist garantiert.

Wir warten auf das romatische Happy-End und besuchen hoffnungsvoll die dortigen wedding-events 🙂

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Flieg, Milka, flieg!


Vor einigen Jahren, es war zwischen 1998 und 2001, mischte Martin Schmitt (oder sollte man sagen: Schmitt & Milka-Atomix-Uvex-Teldafax?) die Skisprungszene auf und gewann so ziemlich alles, was beim Skispringen und Skifliegen zu gewinnen ist.

Sven Hannawald, Freund und Liebling der Girrrrrlies, gewann fast gleichzeitig alle Springen der Vier-Schanzen Tournee.

Danach fiel der fast bis auf die Knochen abgemagerte Sven in ein tiefes Loch, aus dem er sich bis  heute, viele Jahre später, nur mühselig herausarbeitet.

Martin Schmitt setzte sich 2001 einen lilamilka Helm auf den Kopf und wurde von Jahr zu Jahr schlechter.

Heute nun ist zu lesen, daß Martin Schmitt „Ermüdungserscheinungen“ hat. Er könne vielleicht nicht an den olympischen Spielen teilnehmen, da die Jahre des „ständigen Gewichtsabnehmens“ ihn zu sehr geschlaucht hätten.

Und das lässt aufhorchen: Während „Brigitte“  und /oder das V-Magazine sich endlich zunehmend (!) dazu bekennen, daß auch runde und barocke Models/Frauen schön sein können, hat es die Männersportart der Skispringer immer noch nicht geschafft,  ihren Mager-Athleten die Chance auf eine gesunde Lebensweise zu ermöglichen.

Nebenbei: Die skispringenden jungen Frauen sind nicht nur vor dem olmpischen Komitee, sondern auch vor einer letzten Gerichtsinstanz in Kanada damit gescheitert, gleichberechtigt mit den Männern in Vancouver starten zu dürfen.

Und so wird so en pasant  bekannt, daß Skispringen auch bei Ausnahmekönnern nicht viel anders funktioniert wie bei den Supermodels in der fashion-world: Abmagern, krank werden, burn-out.

Und das bei Milka als Hauptsponsor.

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