Zeit für Selbstgerechtigkeit


Während Martin Schulz die „Zeit-für-Gerechtigkeit-Ära“ ausgerufen hat wird immer deutlicher, dass der neue Hoffnungsträger der Sozis alles Andere als ein Kämpfer für (Mit)menschlichkeit, Humanismus und Frieden in der Welt ist. 

Vielmehr kann er sich rühmen, mit noch schlimmeren Formulierungen als der Bürgerrechteabbauminister de Maiziere aufwarten zu können. – So ging er gestern  in der Frage von Abschiebungen afghanischer Flüchtlinge auf Distanz zum schleswig-holsteinischen SPD-Ministerpräsidenten Torsten Albig.

Dessen Haltung, dass das Küstenland vorerst keine Menschen mehr zurückschicke, weil die Lage in Afghanistan als zu unsicher eingeschätzt werde, sei sehr nobel: „Sie zeigt, dass er ein Mann ist, der geprägt ist von tiefer Humanität. Das ehrt ihn“, sagte Kanzlerkandidat Schulz am Dienstag bei einem Wahlkampfauftritt in Eckernförde. Die Bundes-SPD müsse jedoch beachten, welche innerstaatlichen Fluchtalternativen es am Hindukusch gebe.

„Innerstaatliche Fluchtalternativen“ – Das ist so ziemlich das Schlimmste, was ich bisher an Wortschöpfungen aus Kreisen der großen Koalition gehört habe.  Wenn also der Genosse Albig „nobel“ und „von tiefer Humanität“ geprägt ist und ihn  dies „ehrt“, was sagt uns das über den Kanzlerkandidat und Obergenossen Schulz, der diese Haltung in den Dreck zieht, wohlwissend, dass  in Afghanistan allein im Jahr 2015 3.545 Tote, und 7.457 Verletzte – insgesamt über 11.000 Zivilisten  Opfer der Konflikte in Afghanistan wurden?

  • Wie eine UNAMA-Grafik zeigt, gibt es auch keine „sichere Regionen“:

In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Opfer auch in vormals vergleichsweise sicheren Gebieten deutlich gestiegen. Selbst der Nordosten des Landes – mit den Städten Mazar-i-Sharif und Kunduz, in denen Stützpunkte der Bundeswehr waren – verzeichnet einen sprunghaften Anstieg.:

afghanistan

Seit die UN im Jahr 2009 mit der Zählung ziviler Opfer in Afghanistan begonnen hat, verzeichnet sie 21.323  Tote und 37.413 Verletzte. Die tatsächliche Zahl könnte sogar noch höher sein, denn die UNAMA zählt sehr konservativ. Hierzu auch die Stellungnahme des SH-Flüchtlingsrates und ProAssyl vom 24.April 20017.

Martin Schulz und seine (regelrecht entsetzlich deutsche Wortschöpfung) von den „innerstaatlichen Fluchtalternativen“ kann man im Gegensatz zu Torsten Albigs ehrenwertem und eines Sozialdemokraten würdigen Handelns daher getrost als „handeln ohne Ehre“und von „tiefer Inhumanität geprägt“ bezeichnen, alles andere als „nobel“.

Sein Zeitalter der „Gerechtigkeit“  ist als das zu bezeichnen, was es wirklich ist: Ein weiteres Kapitel der Selbstgerechtigkeit des Martin Schulz, des Sigmar Gabriel und etlicher anderer Sozis, die offenbar mittlerweile völlig unfähig sind, für eine Politik der Mitmenschlichkeit und des Friedens einzutreten.

  • Martin Schulz ist nicht wählbar. Weder gestern, noch heute, noch morgen.

Über hermanitou

I believe in evolution of all creatures. All creatures are equal. Man is rational. Love is essential. War is evil. Religion can be a value for some men or women, but without political or moral power. Everyone is free but responsible. Slavery is a crime!
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Eine Antwort zu Zeit für Selbstgerechtigkeit

  1. hermanitou schreibt:

    Hat dies auf Der Rote Salon rebloggt.

    Gefällt mir

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