Guido, go home!


Der Spaß-Guido gibt den Vorsitz der Feucht-Fröhlichen Dekadenz Partei (FDP) ab.  Außenminister aber will er bleiben, weil er noch nicht allen Kleptomanen, Diktatoren und Tyrannen dieser Welt seine Aufwartung machen konnte.  Eine halbe Sache also, die dringend vollendet werden sollte.

Während Rößler& Co  in atemberaubender Schnelligkeit die FDP zu einer  Wir-sind-auch-gegen-alles Partei grün wenden wollen, paßt der Herr Außenminister immer noch prima in das Konzept einer Bundesregierung, die  nahezu jede Diktatur dieses Planeten hofiert.

Selbstverständlich werden die Geschäfte, die da gemacht werden, immer mit der Forderung nach der Einhaltung der Menschenrechte unterfüttert. Ohne Feigenblatt geht es halt nicht, aber diese lästige Pflichtübung ist man gewohnt, wird nicht weiter beachtet, Hauptsache der Rubel rollt.   – So ist man mit China (der Diktatur der ehemals kommunsitischen Apparatschiks) ebenso im Geschäft wie mit dem Iran, der Bogen spannt sich von Kasachstan bis Marokko, nahezu keine Monarchie, Dikatatur oder Kleptokratie wird links liegengelassen. Sogenannte Handelsembargos sind dazu da, besonders kunstvoll umgangen zu werden.

Spitzt es sich irgendwo mal zu und Volkes Stimme aktiviert sich zu Protestbewegung, Widerstand oder gar Umsturz, dann schwimmt der Westerwelle irgendwo mit, fordert den Verzicht auf Gewalt und enthält sich in trauter Gemeinsamkeit mit Russland und China jeder Parteinahme, sprich, übt sich in Neutralität. So geschieht und geschah es bis heute bei allen Protesten im arabischen Raum.

Das hat den Vorteil, daß sich das deutsche Kapital es sich mit niemand verdirbt und, sollte es absehbar sein, daß Machtverhältnisse kippen, dann kurzfristig auf den neuen Zug aufspringen kann. Mubarak wurde erst nach Wochen zur Unperson erklärt und bei Ghadaffi wissen Guido und die zahlungskräftigen Lobbyisten in seinem Gefolge noch nicht so recht, ob er wirklich stürzt.

Es ist derzeit am Sichersten, wenn man Ausstellungen zur „Kunst der Aufklärung“ in China eröffnet und den dortigen Machthabern Unverfängliches vorschwafelt:

„Bisher Akzeptiertes anzuzweifeln, feste Gewissheiten infrage zu stellen, das ist die Haltung, die Fortschritt bringt.“

„Wir sind stolz darauf, im Rechtsstaatsdialog einen Beitrag zu den großen chinesischen Modernisierungsvorhaben im Rechtsbereich leisten zu können und werden China hierin auch weiterhin unterstützen. „

„Die Freiheit der Kunst ist die schönste Tochter der Aufklärung. Und zur Freiheit der Kunst gehört auch die Kunst über die Schönheit der Freiheit.“

Aus: Rede des Außenministers vom 01.04.2011

Das ist Guido, der Schöngeist, der mit seinen stechend kalten Augen zusieht, wenn in Lybien, dem Jemen oder Bahrein, in China und im Iran Menschen geknüpplet, gefangen, gefoltert und ermordet werden.  Er enthält sich, samt der ebenso bis zum Erbrechen neutralen Bundeskanzlerin Merkel.

Den Stechschritt aber beherrscht er, auch und vor allem in Ländern, die wenn er in diesen leben müsste, ihn wegen seiner sexuellen Orientierung kurzerhand ausgepeitscht und aufgehängt hätten:

Und so bleibt uns – natürlich ohne die Illusion, daß der nächste Außenminister mehr als eine Marionette des Kapitals wäre – trotzdem nur die Forderung, aus dem halben Rücktritt einen Ganzen zu machen: Guido, go home!

 

Über hermanitou

I believe in evolution of all creatures. All creatures are equal. Man is rational. Love is essential. War is evil. Religion can be a value for some men or women, but without political or moral power. Everyone is free but responsible. Slavery is a crime!
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