Die Weltkarte des Tages /worldmap of the day


illusionslos betrachtet:

aus: http://www.reddit.com/r/pics/comments/e4b0t/i_made_another_map_this_time_its_of_the_world_and/

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Sakineh soll gehängt werden. Was jetzt nötig ist:


Für weitere Informationen verweise ich gerne auf :

http://andreassozpol.blog.de/2010/11/11/besten-rechtsanwaelte-todesurteil-sakineh-9955148/

und: „In wenigen Tagen wird Sakineh Ashtiani voraussichtlich sterben“

Hier der neue Aufruf:

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

https://secure.avaaz.org/de/whats_next_for_sakineh/?cl=831568285&v=7554  

Unser weltweiter Protest zeigte Wirkung und Sakineh ist noch immer am Leben! Der nächste Schritt ist die Finanzierung eines internationalen Expertenteams zur Stärkung ihrer Verteidigung und zur Zusammenarbeit mit iranischen Behörden, um diese festgefahrene Situation zu lösen. Bauen wir nun auf unseren 900.000-Stimmen starken Protest und finanzieren den nächsten Schritt für ihre endgültige Befreiung. Klicken Sie hier, um zu helfen:

https://secure.avaaz.org/de/whats_next_for_sakineh/?cl=831568285&v=7554

 

Sakineh ist noch immer am Leben! Wir konnten ihr Steinigungsurteil abwenden, ihre stillschweigende Hinrichtung aufhalten und haben dem iranischen Regime gezeigt, dass die Weltöffentlichkeit den Fall aufmerksam beobachtet. Jetzt müssen wir Sakineh endgültig befreien.

Letzte Woche haben über 900.000 von uns Botschaften an Entscheidungsträger gesendet und iranische Botschaften angerufen. Doch der Fall ist in einer Sackgasse angelangt und wir müssen den iranischen Behörden einen Ausweg aus ihrem Dilemma aufzeigen. Der nächste Schritt zur Rettung Sakinehs liegt in der Finanzierung eines internationalen Expertenteams, um ihre Verteidigung zu stärken und mit den iranischen Behörden zusammenzuarbeiten, damit diese festgefahrene Situation gelöst werden kann. Wenn nuntausende von uns in den nächsten drei Tagen spenden, können wir ein Eliteteam von Rechtsanwälten anheuern, die Kampagne zur Befreiung von Sakineh weiterführen und für alle anderen einstehen, die brutalen Ungerechtigkeiten ausgesetzt sind. Klicken Sie jetzt auf den folgenden Link, um Sakineh zu unterstützen:

https://secure.avaaz.org/de/whats_next_for_sakineh/?vl

Der Iran versuchte alles, um Sakineh im Gefängnis sitzen zu lassen. Sie wurde wegen Ehebruch angeklagt und zum Tod durch Steinigung verurteilt – auch wenn der angebliche Ehebruch erst nach dem Tod ihres Ehemanns stattgefunden hat. Sie wurde noch einmal wegen Mordes an ihrem Ehemann angeklagt, obwohl sie zuvor freigesprochen wurde und jemand anders für diesen Mord verurteilt wurde. Sowohl ihr Sohn als auch ihr Anwalt wurden festgenommen und der vorherige Verteidiger ins Exil gedrängt. Nach einer beeindruckenden internationalen Protestwelle, suchen die iranischen Behörden verzweifelt nach einem gesichtswahrenden Ausweg aus diesem Schlamassel.

Zum ersten Mal wird der Fall Sakineh von konservativen Kräften in Frage gestellt und die Handhabung der Affäre durch die iranischen Behörden wird kritisiert. Unstimmigkeiten über das Urteil wachsen und einige fordern eine Freilassung.

Ein Expertenteam von Rechtsanwälten und Diplomaten könnte auf diesen Meinungsverschiedenheiten aufbauen und mit dem Regime an einer Freilassung arbeiten. Unser 900.000-Stimmen starke Protest, in Kombination mit internen Unstimmigkeiten, ist unsere beste Hoffnung auf die Freilassung von Sakineh. Jetzt ist der richtige Moment, um alles in unserer Macht stehende zu unternehmen, um ihrer brutalen Verfolgung ein Ende zu bereiten:

https://secure.avaaz.org/de/whats_next_for_sakineh/?vl

Sakinehs Überleben ist ein entscheidender Hoffnungsschimmer für unsere weltweite Kampagne gegen die Todesstrafe. Wir zeigten beispiellose Unterstützung für Sakineh durch eine explosive Petition, eine strategische Anzeigenkampagne in Schlüsselstaaten und haben durch unsere Nachrichtenflut an führende Politiker einen internationalen Protestschrei ausgelöst. Schliessen Sie sich unseren nächsten Schritten an und helfen Sie uns Sakineh zu befreien, Steinigungen zu beenden und die Todesstrafe auf der ganzen Welt abzuschaffen.

Mit Hoffnung und Entschlossenheit,

Emma, Alice, Stephanie, Ricken, David, Graziela, Iain, Pascal und das ganze Avaaz-Team

Ashtianis Todesurteil spaltet das Regime
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Ashtianis-Todesurteil-spaltet-das-Regime/story/26428298

Brazil President Elect speaks against Iran stoning
http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/11/03/AR2010110305762.html

Sarkozy droht mit Aussetzung der Gespräche, sollte Sakineh hingerichtet werden (auf Französisch)
http://www.lefigaro.fr/international/2010/11/03/01003-20101103ARTFIG00419-sakineh-sarkozy-aurait-directement-menace-l-iran.php

Großbritannien gegen eine Hinrichtung (auf Englisch)
http://ukiniran.fco.gov.uk/en/news/?view=News&id=23139672

USA gegen eine Hinrichtung (auf Englisch)
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hXcWTNyR_NntWQMCKG3d9XxYBISw?docId=CNG.8a2d12eae1177874ba5a4a061cec5e53.231

Danke an alle, die eine Botschaft gesendet haben: Stop Stoning International (auf Englisch)
http://stopstonningnow.com/wpress/4242

Hintergrundinformationen über den Fall Sakineh von Amnesty International:
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-211-2009-2/sakineh-ashtiani-weiter-hinrichtungsgefahr



Avaaz.org ist ein 5,5 Millionen Menschen umfassendes, weltweites Kampagnennetzwerk
das sich zum Ziel gesetzt hat, den Einfluss der Ansichten und Wertvorstellungen aller Menschen auf wichtige globale Entscheidungen durchzusetzen. („Avaaz“ bedeutet „Stimme“ oder „Lied“ in vielen Sprachen) Avaaz Mitglieder gibt es in jeder Nation der Erde; unser Team verteilt sich über 13 Länder und 4 Kontinente und arbeitet in 14 verschiedenen Sprachen. Erfahren Sie hier etwas über einige der größten Aktionen von Avaaz hier, oder folgen Sie uns auf Facebook oder Twitter

Um Avaaz zu kontaktieren, antworten Sie bitte nicht auf diese E-Mail. Benutzen Sie stattdessen das Formular unter www.avaaz.org/en/contact

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Ich hab keine Zeit mehr…


Keine-Zeit-mehr-Song

Ich hab‘ keine Zeit mehr, im Spalier herumzustehen
Und den Refrain ein bißchen mitzusingen
Und all den Bescheidwissern hinterher zu gehen
Und jeden Tag nach meiner Wurst zu springen

Ich hab‘ keine Zeit mehr und ich stell‘  mich nicht mehr an
In den langen Warteschlangen, wo man sich verkaufen kann
Ich hab‘ keine Zeit mehr und ich nehm‘ den Handschuh auf
Ich laufe um mein Leben und gegen den Lebenslauf

Ich hab‘ keine Zeit mehr für die Sandkastenspielchen
Für Regeln, die mich fesseln, knebeln, binden
Keine Zeit mehr für die klitzekleinen Zielchen

ich möcht‘ für mich die großen Schritte finden

Ich hab‘ keine Zeit mehr, Räuber und Gendarm zu spielen
Den Ämtern meine Treue anzutragen
Ich möcht‘ nicht für die Bürokraten meine kleinste Geige spielen
Und werde nie mehr um Erlaubnis fragen

Ich hab‘  keine Zeit mehr, ich spuck‘ gegen den Wind
Ich trinke Fliedertee und ich spiel‘ mit meinem Kind
Die Zeit, die brauch‘ ich massig für alle off’nen Fragen
Zeit, um nie mehr eine Liebe auszuschlagen

Ich hab‘ keine Zeit mehr und ich stell mich nicht mehr an
In den langen Warteschlangen, wo ich mich verkaufen kann
Ich hab‘ keine Zeit mehr und ich nehm‘ den Handschuh auf
Ich laufe um mein Leben und gegen den Lebenslauf.

© Oktoberclub / Gundermann /Hermanitou 10/03


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Bella ciao


Bella Ciao

Ein schönes altes italienisches Partisanenlied, aktualisiert mit Bildern aus dem iranischen Widerstand, gefunden auf der tollen Seite von Andreas Fecke, die „unser globales Dorf -notre village mondial“ heißt. Ich singe es immer gerne wieder.

 

Von dort kommt auch folgender rap-song, nähere Infosüber die Entwicklung dort gibt es im Übrigen beim Teheran-Büro.

 


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Der Eingang ins Paradies…


Fragt man sich angesichts des anhaltenden Terrors von Al Quaida, wie und warum diese es immer wieder schaffen, fanatische Selbstmörder auszubilden und einzusetzen, so kommt man nicht an dem „Alten vom Berge“ vorbei, der ganz offensichtlich das Original jener Drahtzieher ist, die spätestens seit dem 11. September ihr Unwesen treiben. Osama bin Laden & Co sind allenfalls Coverversionen von Aloeddin, dem Alten vom Berge.

In seinem „Milione“ berichtet Marco Polo:

„Der Alte vom Berge“ behauptete, als direkter Nachkomme des Propheten Mohamed, über die Gabe zu verfügen, schon als Lebender direkten Zugang zum himmlischen Paradies zu haben. Auserwählte Krieger wurden mittels Drogen in einen Rauschzustand versetzt und in einen geheimen Bereich seiner Bergfestung Alamut gebracht, in welcher Ihnen die Freuden des Jenseits kurzzeitig gewährt wurden.
Es gab Wein (für gläubige Moslems ist bekanntlich Alkohol verboten), schöne Frauen die sexuell für jeden Wunsch zur Verfügung standen, sowie Speisen, welche die spartanisch erzogenen jungen Männer noch nie gesehen, geschweige gegessen hatten.
Durch ein starkes Schlafmittel betäubt, erwachte der zukünftige Attentäter später wieder auf seiner steinigen Lagerstätte.
Sehnsucht nach diesem Paradies war danach das alles beherschende Denken.
Die Kämpfer kannten keine Angst vor dem Tode, sondern im Gegenteil, sie lebten nur noch für dieses Ziel.
Um ganz sicher ins Paradies zu kommen, mußte nur noch für eine Allah (bzw. seinem Stellvertreter, dem Alten) gefällige Tat gestorben werden.
Während der Gründer der Sekte Hassan bin Sabbah (1090) seine Mordkommandos noch zu moslemischen Würdenträgern schickte, welche seiner Meinung nach vom wahren Propheten abwichen, befahlen spätere Führer Morde an christlichen Fürsten die als Kreuzritter in den Orient eingefallen waren. Während dies noch den Hauch von gerechter Abwehr gegen einen feindlichen Aggressor trug, erpressten die Assassinen im 12. Jahrhundert  von den europäischen Fürstenhöfen Schutzgelder dafür, dass sie niemanden umbrachten und drohten ansonsten mit Mord, der dann auch postwendend ausgeführt wurde.
Die Taten selbst wurden mit den berüchtigten Krummdolchen der Assassinen begangen.
Der Täter, meist noch unter 20 Jahre alt, verkleidete sich gern als Mönch oder Messdiener, und erdolchte den Fürsten oder Bischof bevorzugt in einer Kirche beim beten.
Die Täter versuchten danach nicht einmal zu fliehen, sondern ließen sich, das Paradies nahe, bereitwillig von der Leibwache in Stücke hauen.

El Alamut

Der Alte vom Berge – sein Ende und dessen Ursache ist allerdings umstritten. Johannes Ullrich Beil berichtet in seiner Kurzgeschichte „Der Eingang ins Paradies“ von einem namenlosen sufischen Autor, der folgendes schildert:

„Aloeddin selbst vermied es strikt, in das von ihm geschaffene „Paradies“ zu gehen, er lebte zunehmens asketisch. Es scheint, als sei die Machtgier gleichzeitig mit der Askese gewachsen, als habe er sein Leben nur mit einem doppelten Betrug ertragen können – indem er seinem Schwindel, ein Prophet zu sein, nach und nach selber erlag, Betrüger und Betrogener zugleich.“

Hassan Ibn Sabbah - Der Alte vom Berge

Und, so der sufische Autor weiter:

„Gerade das Gelingen des Tricks mit der Paradiesversion habe das Reich des Alten vom Berge auf seltsame Weise geschwächt. Nicht die Übermacht Ulaus, des Bruders des Großkhans, habe dazu geführt, daß die feindlichen Truppen schließlich in den Palast eindrangen, sondern die im Grunde zersetzende Sehnsucht der Anhänger Aloeddins, ihr Leben hinzugeben.“

Als die Truppen des Großkhans plündernd, mordend und vergewaltigend Alamut eroberten, forderten sie – so die sufische Quelle – den Alten vom Berge auf, ihnen den Eingang zum Paradies zu zeigen. Als sie dieses betraten, „ertranken sie gleichsam in der Begierde ihrer eigenen Augen“.  Aloeddin sah zu, wie sie sich zwischen den Spiegelwänden, im gleißenden Licht der Kronleuchter, im Labyrinth der gläsernen Gänge und Brücken verloren, Wein trinkend und in den Armen der durch die lange Belagerung mager gewordenen Mädchen. Dann schloß er das paradiesische Labyrinth und konnte, da er Einziger den  Ausgang aus dem Paradies wußte, seinen Häschern entkommen…

Soweit Marco Polo und die interessante Erzählung von Ulrich Johannes Beil.

Unbedingt erwähnenswert ist zudem  Wladimir Bartols wichtiges Buch „Alamut – Ein Roman aus dem alten Orient“ erschienen in deutscher Übersetzung 1992 bei Lübbe. Der slowenische Autor, der den spannenden historischen Roman 1938 schrieb, richtete seine Parabel über die Wirkweisen der Diktatur gegen die damaligen Diktatoren. Bartols Idee, einen Ayatollah des persischen Mittelalters zum Protopypen des Tyrannen zu machen, ist natürlich auch heute topaktuell.  Und einzigartig ist Bartols Roman auch deswegen , weil er den Alten vom Berge von seiner menschlichen Seite zeigt. Erst 1988 wurde sein Roman wiederentdeckt und sollte in jedem guten Buchregal stehen.


  • Quellen und Zitate sind aus:

Marco Polo, Il milione

egonet.de, Nov 2001,

Ulrich Johannes Beil, Der Eingang ins Paradies, suhrkamp TB 1566

Wladimir Bartol, Alamut – Ein Roman aus dem alten Orient, Lübbe 1992







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