Bye bye Bayern


Ich schließe eine Wette ab: Der FC Bayern wird nicht Meister und gewinnt nicht den Pokal der Landesmeister. Und der Hoeneß kommt nicht in den Knast.

Die Hoeneß-Wette ist einfach zu begründen: Nachdem Merkel und Seehofer kurz auf Abstand zum Monopoly-Spieler Hoeneß („ich habe mit Millionen gezockt…“) gingen, läßt sich Merkel schon wieder von ihm die Patschhändchen schütteln. Da sie einen eingebauten Instinkt hat, wer für ihren Machterhalt nützlich ist und wer ihr schadet, ist klar, daß  sie weiß, daß der Hoeneß mit einer kleineren Verwarnung laufen gelassen wird.

Die Bayern haben zwar den Pep, aber ihnen fehlt der Pep, nochmal alles zu gewinnen. Der Pep muß die Heynkes-Mannschaft, die in der letzten Saison alles zur Seite geräumt hat, verändern, um Profil zu zeigen. Das aber bedeutet einen Verstoß gegen den klaren Grundsatz „Never change a winning team“.  Und das wird schiefgehen. Lahm ist nun mal kein Mittelfeldspieler und Schweinsteiger wird sich mit seinem dazugekauften spanischen Konkurrenten in die Haare kriegen. Man kann nicht eine ganze zweite Elf unterhalten und bei Laune halten, spätestens nach eingen schlechteren Spielen beginnt der Kleinkrieg unter den Spielern. Und der Hoeneß ist zwar freilaufend, aber ohne jegliche moralische Autorität und davon abhängig, wie lange ihn Adidas etc. noch als Präsidenten dulden. Mit anderen Worten: Eine „lahme Ente“. Der Pep selbst wird Mühe haben, diese Saison zu überstehen, spätestens in der Nächsten dampft er nach England, Italien oder Spanien ab.

Und so bin ich mir sicher, daß ich meine Wetten gewinnen werde. Wer hält dagegen?

 

 

 

Veröffentlicht unter FC Bayern, Gesellschaft | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kinderland?


Es ist schon unglaublich, mit welcher Nonchalance die Parteien aller Farben sich darin gefallen, im „Kinderland Baden-Württemberg“ die Qualität der Kinderbetreuung je nach Kassenlage zu definieren. Um Qualität und zuverlässige Standards geht es gegenüber Familien mit Kindern schon lange nicht mehr, der Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kinderkrippe ist ja auch nicht neu.- Nur hat man jahrelang landauf, landab den Bedarf schöngeredet anstatt rechtzeitig zu planen und zu bauen.Child Eating Watermelon

Jeder, der von Kleinkindpädagogik eine Ahnung hat, und die habe ich durch meinen Beruf ebenso wie durch die Verfassung einer der ersten wissenschaftlichen Diplomarbeiten in den 80’er Jahren zum Thema, weiß, daß gerade die Kleinsten, wenn sie nun schon mal fremdbetreut werden müssen, eine beschützte Umgebung und einen sehr intensiven Kontakt zu ihren pädagogischen Fachkräften benötigen.

Das Land BaWü und seine rot-grüne Regierung allerdings nagen an allen Standards solange herum, bis nur noch bessere Hasenställe für die Kleinsten übrig sind. Nicht nur, daß jetzt – angeblich nur die nächsten beiden Jahre – die Gruppengröße von 10 auf 12 Kinder erhöht werden kann, auch das sogenannte Platz-Sharing, das von nahezu allen Experten als pädagogischer Unsinn erkannt wird, soll nun Einzug in die Krippen im Ländle halten. Das bedeutet, daß eine kontinuierliche pädagogische und die Kinder gezielt fördernde Arbeit (also Sprachförderung, Fein-und Grobmotorik, Sozialverhalten etc.) nur noch – je nach Art des Sharings- sehr eingeschränkt möglich sein wird, weil für die einzelnen Kinder sehr wenig Zeit übrig bleiben wird.

Außerdem darf nun Hinz und Kunz nach Absolvierung einer 30-tägigen Schnellbleiche auf die Kinder losgelassen werden. Die „Erweiterung des Fachkräftekatalogs“ bedeutet nichts anderes als die Entwertung und Geringschätzung der pädagogischen fachkräfte, die sich zu Kinderpflegerinnen, Erzieherinnen oder zu Elementarpädagoginnen ausbilden ließen oder das Ganze studiert haben.

Kleine Räume mit der gerade-noch-so-mal Einhaltung der Mindeststandards, größere Gruppen und fachfremdes Personal: Das ist die Politik der rot-grünen Landesregierung. Wobei die schwarz-gelbe Regierung davor auch alle Schritte zu einer qualifizierten Kleinkindbetreuung versäumt hat, das soll hier nicht verschwiegen werden.

Das Ganze trifft dann noch auf eine neue Ideologie, die sich hierzulande breit gemacht hat und kurz gesagt auf den Nenner zu bringen ist, daß Fremndbetreuung gut sei und Familien, die ihre Kleinkinder zu Hause selbst betreuen, ihre Kinder nicht richtig fördern (können). Das ist der gleiche Unsinn wie der davor, der die Frauen, die ihre Kinder in die Krippe gegeben haben, als Rabenmütter brandmarkte.

Wer die Sache aus Sicht der Kinder sieht weiß, daß jeder Weg, für den sich heutzutage Familien entscheiden, erst mal unterstützenswert ist. Denn noch – Gottseidank möchte man sagen – ist die Erziehung der Kinder Elternsache. Und das sollte sie auch bleiben.

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Politik, Politik und Gesellschaft, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Vorwärts und vergessen


Die SPD feiert sich und ihr hochbetagtes Alter. Merkel und Gauck applaudieren, die Presse lobhudelt uniförmig. Alle zusammen singen, daß sie overcomen shallen und vergessen ach so gerne, was die Partei alles so an dunklen Flecken am Revers hat.

Wenn sie schreiten  Seit‘ an Seit‘ , die Merkel und der Gabriel, der Gauck und der Schröder, der Trittin und der Steinbrück, dann ist es Gewißheit, daß die Reichen und Schönen, die Banker und Aktionäre, die Waffenlieferanten  und die Atom-Chemie-Stahl- und sonstige Industrie sich noch sehr lange in Sicherheit wiegen können. 

Eine Partei, nämlich, die, die ihren Namen nie ändern mußte, weil sie für ihren Opportunismus und ihre Beliebigkeit immer unter der gleichen Flagge segeln konnte, steht spätestens seit 1914 für die Entsolidarisierung der Arbeiterklasse, hat sich spätestens da auf die Seite der Herrschenden geschlagen und ist wesentlich für den Ausbruch des ersten Weltkrieges mitverantwortlich, denn ohne die Bewilligung der vom Kaiser Wilhelm zum Anzetteln des Weltkrieges benötigten Kriegskredite durch die Sozis hätte es dieser deutlich schwerer gehabt, die Welt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts ins Elend zu stürzen. Aus den sozialdemokratischen Pazifisten, die führend in der sozialistischen Internationale waren und nicht nur deshalb als „vaterlandslose Gesellen“ beschimpft wurden, wurden über Nacht den Kaiserstaat mittragende Mitmarschierer, die Ehre der ehrlosen Sozialdemokraten hielten lediglich Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht hoch. 

In den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts verhinderte die revisionistische Parteiführung zusammen mit der stalinistichen Führung der KPD ein koordiniertes Vorgehen gegen die aufkommenden Nationalsozialisten. Und so marschierten sie getrennt und wurden vereint geschlagen, landeten gemeinsam im Exil, in den Konzentrationslagern oder verstummten gänzlich.

Kaum waren die Sozialdemokraten unter Schumacher wieder in den fünfziger Jahren auf den Beinen, godesbergten sie sich aus dem letzen klaren marxistischen Denken heraus in die bourgoise Mitte der Adenauer-Ära.  Bereits 1956 wurden die kaum aus den Gefängnissen entlassenen Kommunisten wieder verboten und verfolgt. Und die Sozis, die nie wieder Krieg und nie wieder  Faschimus wollten, stimmten für die Wiederbewaffnung und für die Notstandsgesetze.

1969 brandtete die SPD zum Wahlerfolg und wurde sozialliberal. Künstler und Schriftsteller, Studenten und einfache Leute wählten Willi. Und dieser kündigte an, „mehr Demokratie wagen“ zu wollen. Ein ganz konkreter Schritt dazu war dann wohl, mit dem Radikalenerlass vor allem jede Menge Lehrer nicht in den Schuldienst zu lassen und andere mit Berufsverbot zu bannen. Der fast unbeschränkte Schnüffelstaat war das ganz konkrete Ergebnis des Demokratiewagens.

Und dann kam der Nato-Doppelbeschluss und der Kanzler Schmidt, der damit die Entspannungspolitik von Willi Brandt konterkarierte und dafür sorgte, daß Ost und West mit atomarem Waffenstarren begannen. Nicht verschweigen will ich, daß viele an der Basis der SPD sicher Teil der Friedensbewegung waren, aber mehrheitlich stellte sich die Funktionärsgarde der „alten Tante“ hinter den Schmidt und „zog mit ihm in die neue Zeit“ der Konfrontation.

Rot-Grün Ende des letzten Jahrhunderts schließlich entwarf die Agenda 2010, von der die Grünen heute so tun, als wären sie nicht dabei gewesen und die SPD sagt, „sie sei stolz“ darauf.  Stolz auf die Verarmung eines Teils der Bevölkerung, stolz auf massenweise Tagelöhnerei und Billigjobs: Ausbeutung pur.

Wer so Typen wie den Egon Bahr diese Woche im „heute-journal“ gesehen hat, der weder willens noch in der Lage war (er wirkte geistig schon recht tatterig), ansatzweis-kritische Fragen von Marietta Slomka zu beantworten,  wer den Raffzahn Steinbrück sieht, der  –  einem Neanderthaler ähnlich – seine Steinzeitkeule schwingt und vor Arroganz und Selbstzufriedenheit, aber auch vor Selbstüberschätzung nur so strotzt und wer dann die ganze Meute der staatstragenden Funktionäre in der ersten Reihe applaudieren sieht, wenn der Gabriel den 150-Jahre-Grüßaugust gibt, ohne auch nur ein Sterbenswörtchen kritischer Nachdenklichkeit, der kann nur mit Brecht -leicht abgewandelt – sagen:

Vorwärts und vergessen!

oder Tucholsky Worte zur SPD zitieren: 

„Hier können Familien Kaffee kochen“

Veröffentlicht unter Politik, Politik und Gesellschaft, Sozialismus, SPD | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | 4 Kommentare

Gauck vergibt NS-Opfern


Mahnmal in St'Anna

Mahnmal in St’Anna

Der Grüßaugust und Oberfrömmler, Freiheitsexperte und oberster Betbruder der Nation hat in Sant’Anna di Stazzema den 560 Männern, Frauen und Kindern vergeben, die dort die SS zu einem Massaker provoziert hatten.

Acht der am Massenmord Beteiligten leben immer noch, aber wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart augenzwinkernd feststellte, könne „ihnen nicht mit Sicherheit“ nachgewiesen werden, daß die Panzergrenadierdivision „ReichsführerSS“ eine „befohlene Vernichtungsaktion gegen die Zivilbevölkerung“ durchführte. Deshalb wurde das Verfahren gegen die Mörder von 1944 eingestellt. So funktioniert die deutsche Justiz.  560 Menschen wurden abgeschlachtet und niemand wills gewesen sein und wenns dann doch wer war dann darf er hier im deutschen Lande seinen wohlverdienten Schlächterabend unbehelligt verbringen.

Der deutsche Staat aber wäscht seine Hände in Unschuld, denn, um den Gauckler der Nation zu zitieren,

„…es verletzt unser Empfinden für Gerechtigkeit tief, wenn Täter nicht überführt werden können, wenn Täter nicht bestraft werden können, weil die Instrumente des Rechtsstaats das nicht zulassen“

Deshalb reicht der deutsche Staatsapparat den Opfern die Hand zur Versöhnung, reist nach Sant’Anna und bringt den Hinterbliebenen nicht etwa Schadensersatz (wenn so was überhaupt in Geld auszudrücken wäre) sondern „ein Blumengebinde“ mit und reicht als Täter-Vertreter den Opfern die Hand zur Versöhnung. Das ist der Gipfel der Verhohnpipelung. Billig, schäbig, instinktlos.

Und jede Wette: Die Instrumente des Rechtsstaates reichen auch hier maximal aus, um eine einzige Nazibraut in München vermutlich milde zu verurteilen Der nationalsozialistische Umtergrund trifft auf den realen Justizabgrund.  Während ganze Landstriche in Deutschland für Demokraten unbewohnbar sind, weil von der NPD und ihren Helferhelfern beherrscht, während sich der Ku-Klux-Klan in Deutschland ausbreitet und die Zahl der rechtsradikalen Starftaten in immer höheren Rekordzahlen gipfelt, salbadert Deuschlands oberster Grüßaugust von Versöhnung und wäscht seine Hände in Unschuld.

Veröffentlicht unter Antisemitismus, Bundesregierung, Eine Welt, Gesellschaft, Israel, Menschenrechte, Politik, Politik und Gesellschaft, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Cohn-Bendit: Preiswürdig?


Proteste gegen Cohn-BenditHier ein Gastbeitrag von Annette Jakob-Ostrowski anlässlich der Theodor-Heuss-Preisverleihung an Daniel Cohn-Bendit.

Kindesmissbrauch war auch in den 70er-Jahren inakzeptabel. – Fragt sich nur: Bei wem? Sollte es eine Studie geben, die den prozentualen Anteil der Frauen untersucht, die die Legalisierung von sexuellen Übergriffen auf kleine Mädchen öffentlich forderten, so dürfte dieser gegen Null tendieren.

Männer aber erlaubten sich, damals wie heute, damals jedoch mehr als heute, auf unerträglich unsensible Art und Weise, sexuelle Macht auszuüben und zur Schau zu stellen. Wir wissen heute, dass die öffentliche Forderung wie auch Darstellung von Sex mit Kindern nur die Spitze des Eisbergs an Unerträglichkeiten darstellte, die hinter verschlossenen Türen vollzogen wurden. Das Wort des Einen war lediglich der Überbau für die somit hoffähig gemachten Taten vieler Anderer. Dieser Wirkung seiner Worte und der damit verbundenen Verantwortung war sich Daniel Cohn-Bendit als Journalist sehr wohl bewusst, zumal als einer, der Sprache als politisches Instrument der Einflussnahme stets zu gebrauchen wusste.

Über Kindesmissbrauch zu reden, ja damit anzugeben, war in linken Kreisen schick. Jeder wollte so cool sein wie z.B. Charles Bukowski, der aus einem mir bis heute nicht nachvollziehbaren Grund als linker Underground-Schriftsteller rangierte und unter anderem in seinem Buch „Schlechte Verlierer“ sexuellen Missbrauch beschrieb.

Was das alles sollte? War das eine Gegenbewegung der Männer zur Frauenbewegung? Oder der Aufbruch aus dem Spießertum? Oder gar eine Verknüpfung von Beidem, die den Männern in einer frauenbewegten Zeit ihre Art von sexueller Befreiung brachte?

Die kleinen Mädchen erfuhren derweil ihr höchstes Glück, von älteren Herren in ihren besten Mannesjahren im zweifachen Sinn manipuliert zu werden.

Ein Hoch auf die sexuelle Selbstbestimmung – der Männer!!

 

Anhang:

Was genau stand im „Pflasterstrand“, dessen Chefraedakteur Daniel Cohn-Bendit war? Da schrieb einer der Herren:

Letztes Jahr hat mich ein 6jähriges Genossenmädchen verführt. Es war eines der schönsten und sprachlosesten Erlebnisse, die ich je hatte. Vielleicht war es so schön, weil es so sprachlos war. Es war das einzige Mal, wo es mir nicht zu früh kam. Aber das war nicht wichtig in dem Moment, und es ist auch jetzt nicht wichtig, ein Traktat über das Für und Wider von Päderastie zu schreiben…

Und in Cohn-Bendits Autobiographie ist zu lesen:

…Mein Flirt mit den Kinder nahm bald erotische Züge an …Manchmal kam es vor, daß die kleinen Kinder mir die Hose aufgeknöpft haben, und angefangen haben, mich zu streicheln. Wenn die Kinder darauf bestanden, hab ich sie auch gestreichelt… Das Problem mit den Liberalen war: Sie erkannten die Sexualität der Kinder nur an, während ich versuchte sie zu entwickeln!

Veröffentlicht unter Politik, Politik und Gesellschaft, Sex, Uncategorized | Verschlagwortet mit , , , , | 1 Kommentar