Vom Untergang des Abendlandes


Neuerdings kriegt man den Koran umsonst in die Hand gedrückt. Das finde ich gut, denn er passt zu meiner Büchersammlung von Werken, die den Aberglauben in der Welt begründen und damit auch das Elend in derselben.

Dazu gehört zum Beispiel die Bibel. Gewaltverherrlichend und zum Krieg aufrufend, frauenfeindlich bis zum Geht-nicht-mehr.  Bis in die heutige Gegenwart immer noch für jede Schandtat gut.  Seit meiner frühesten Kindheit begleitet mich das Werk, das angeblich die Nächstenliebe fördert, deren Priester aber nur das nächste greifbare Kind lieben. Mitsamt dem Kruzifix, das an nahezu jedem bayrischen Wegrand steht, in nahezu allen Kindergärten hängt und die Schulen verunstaltet.

Dazu gehört auch meine Sammlung an Wachtürmen. Das ist die Blattsammlung der Zeugen Jehovas, die sich in den Kopf gesetzt haben, nix zu feiern. Keinen Geburtstag, kein Weihnachten, kein-gar-nix. Das freut deren Kinderlein, die mitsamt ihrem anerzogenen Brett-vor-dem-Kopf zum Lachen in den tiefsten Keller gehen.

Dazu gehört das Buch Mormon.  Das habe ich in meiner Jugend von zwei Faltenrock tragenden Amerikanerinnen erhalten, die mich unbedingt für sich gewinnen wollten. Gegen die Missionarinnen wäre nichts einzuwenden gewesen, sie waren durchaus attraktiv. Was man von den Heiligen der letzten Tage insgesamt allerdings nicht behaupten kann, sitzen doch etliche von ihnen im Knast, weil sie es mit der Vielweiberei übertrieben haben und schon kleine Mädchen in die Ehepflicht zwangen.

Dazu gehört nun auch der Koran. Die Aussicht auf irgenwelche -zig Jungfrauen  ist zwar eine geile Idee, überzeugt mich aber nicht wirklich, weil ich nicht glaube, daß es im dortigen Männerparadies derart viel weiblichen Nachwuchs gibt, daß er für alle reichen würde…

Ich weiß. – Sie sagen nun mit Recht, ich gottloser Mensch komme in die Hölle. Nur in welche? Keine der Höllen in den obig genannten Büchern trifft auf mich zu, so daß meine Hölle offensichtlich erst noch erschaffen werden muß.

Jetzt geht erst mal das Abendland unter. Millionen von Korans belasten es so schwer, daß es in sich zusammen brechen wird. So wie damals, als die Nazis das Abendland retteten, indem sie möglichst viele  Bücher auf bloßen Verdacht, sie gefährdeten die deutsche Rasse, verbrannte. Danke Nazis, im Nachhinein.  Kästner und Brecht und all die anderen gottlosen Bücherschreiber hätten uns sonst schon damals in den Abgrund gestürzt.

Monday, Aug. 30, 2010. Jones plans to burn copies of the Quran on church grounds to mark the Sept. 11, 2001 terrorist attacks on the United States that provoked the Afghan war.   (AP Photo/John Raoux)

Jones plans to burn copies of the Quran on church grounds to mark the Sept. 11, 2001 terrorist attacks on the United States that provoked the Afghan war. (AP Photo/John Raoux)

Wir könnten doch auch den Koran verbrennen. Nur vorsichtshalber natürlich. Ist der Islam dann verschwunden?

Und wenn wir die Bibeln alle verfeuern, löscht das dann den Vatikan aus?

Hoffnung keimt ganz kurz auf, aber Religionen haben leider alles bisher überlebt…

  • Also, ich sehe mal dem Untergang des Abendlandes gelassen entgegen.  Und bastle weiter an meinem eigenen Paradies und überlege mir, ob ich auch noch ne Hölle dazu brauche. Aus Wärmegründen, betrieben natürlich mit erneuerbaren Energien.
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Das Ostereier-Suchrätsel


Gerüchteweise nimmt auch unser guter Papst Ratzinger  an der Semana-Santa Prozession auf Palma de Mallorca teil.  Das hippe Ku-Klux-Klan-Outfit kleidet ihn gut – nur:

  • Unter welcher Zipfelmütze versteckt er sich wohl?

Die Mützen, die sogenannten Capirotes, gehen zurück bis zu Zeiten der Inquisition (in Spanien ca. 1478-1826). Bei den Karfreitagsprozessionen in Spanien gehen Büßer von verschiedenen Bruderschaften (Cofradías) der Kirchengemeinden bei der Prozession mit. Diesen Büßern dient die Mütze zur Wahrung der Anonymität während des Bußgangs. Während der Inquisition wurden aus religiösen Gründen Verurteilte damit ausgestattet. Der Klu-Klux-Klan wurde 1865 gegründet. Der genaue Ursprung der Kleidung des Klans ist nicht ganz geklärt, aber man vermutet, dass sie sich das bei den spanischen Prozessionen abgeguckt haben, eben weil es sehr bedrohlich wirkt. Auf jeden Fall nutzte der Klan die Kapuzen zur Anonymisierung der Täter bei ihren rassistischen Gräueltaten. 

  • Zahlreiche pädophile Priester finden diese Kapuzen auch heute noch besonders praktisch.  ( Lasset die Kindlein zu mir kommen, sie wehren sich ja nicht…)
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Man wird doch wohl noch…


Die Zwiebel hat sich erneut gehäutet und das mit einem Prosagedicht. Günter Grass zeigt in seinen alten Jahren, was er schon immer war und immer sein wird: Ein Dummkopf mit erhobenem Zeigefinger, eine selbst ernannte moralische Instanz, ein Dauer-Besserwisser, der  sich dem globalen Mainstream des Antisemitismus angeschlossen hat.

Man wird doch mal sagen dürfen:

„Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den Weltfrieden? …. Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Lande Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten….“

Nun, er darf es nun endlich sagen. Günter Grass, der “ der Heuchelei des Westens überdrüssig ist“ und „hofft, es mögen sich viele vom Schweigen befreien“ und „den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern“, Grass heuchelt nicht. Wenigstens lebt er sein restliches Leben als – wie Broder richtig formuliert „Prototyp des gebildeten Antisemiten“.

Zu hoffen ist, daß es nun wirklich seine letzte Tinte war, mit der er so dumme Sätze dichtet wie, daß Israel seine „allesvernichtenden Sprengköpfe dorthin lenkt„, nämlich in den Iran:

„…wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will…“

Darf ein deutscher Literaturpreisträger vor einem Atomkrieg warnen, darf er sich gegen Waffenexporte der deutschen Rüstungsindustrie wenden? Klar, er darf.

Doch darum geht es dem Grass und ihm in seinem merkwürdigen Poem nicht.  Er beschuldigt den jüdischen Staat Israel, den Weltfrieden zu stören und den Iran attackieren zu wollen.

Nun gibt es viele fundamentale Unterschiede zwischen Israel und dem Iran.  Israel ist bis dato die einzige lebendige funktionierende Demokratie im  Nahen Osten, mit freien Wahlen, mit einer demokratischen Verfassung und einer Rechtssprechung, die diesen Namen auch verdient.  Der Iran wird von einer korrupten klerikal-islamistischen Clique dominiert, deren Opposition unterdrückt, nicht wählbar und im Gefängnis sitzt oder exekutiert wird. Und die seit vielen Jahren darauf hinarbeitet, den Staat Israel von der Landkarte zu löschen. Mit militärischen Mitteln, zu denen demnächst auch der Bau einer Atombombe gehört.

Ein Verdienst hat der dichtende Grass auf jeden Fall: In seinem Gefolge outen sich weitere vormals Linke, was allerdings nicht verwundert, denn viele der sogenannten Linken waren schon immer unter dem Denkmantel, antiimperialistisch zu sein, nichts anderes als judenfeindlich – So auch Klaus Staeck:

„Unterstützung erhielt Grass vom Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck. In einem freien Land müsse auch scharfe Kritik «unter Freunden» möglich sein, «ohne reflexhaft jetzt als Antisemit verdächtigt zu werden», sagte Staeck im Deutschlandradio Kultur. Es dürfe keine «Tabuzonen» geben.“

Oder der unverbesserliche frühere Kommunist Gercke, der frühere Chefideologe der SPD, Johanno Strasser und der Grüne Jerzy Montag:

„Der Präsident des deutschen Pen-Zentrums, Johano Strasser, unterstützte Grass. Er warne dringend vor Waffenexporten Deutschlands an eine israelische Regierung, die den Anschein erwecke, ein Krieg gegen den Iran sei unausweichlich, sagte Strasser dem Radiosender NDR Kultur.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Jerzy Montag verwies auf die Freiheit der Kunst. Er sagte „Spiegel Online“: „Das ist ein Gedicht und kein politischer Beitrag.“ „Wenn Herr Grass einen politischen Meinungsartikel mit diesen Argumenten geschrieben hätte, wäre dieser verheerend“, schränkte Montag aber in der „tageszeitung“ ein. Der Linke-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gehrcke erklärte in einer Mitteilung: „Günter Grass hat Recht.“ Grass habe den Mut auszusprechen, was weithin verschwiegen werde.“ via: N24

Die Mär, rechtsradikales Denken sei eine Domäne von ungebildeten Proleten, die sich dann in der NPD und deren Schlägerszene ansiedeln würden, bestenfalls noch in der CDU/CSU, ist damit erneut wiederlegt.

Es ist ein großer Teil der deutschen Intelligenz und ihrer Speichellecker von Martin Walser bis hin zum Waffen-SS-Angehörigen Grass, in denen sich rechtradikale und antisemitische Grundhaltungen tradieren und die nun endlich – die Schamfrist scheint ja vorbei zu sein, sagen dürfen, was alle wissen und alle denken: Der Jude ist am Unheil in der Welt schuld.

Das kommt mir doch bekannt vor, denn waren es nicht auch in der Weimarer Republik die Gymnasiallehrer, die Hochschulprofessoren, die Juristen, die Pfaffen und die Dichter, die den Nazis die ideologischen Basics lieferten? Die Dichter und Denker, die damals zu Richtern und Henkern wurden, haben eine ungebrochene Tradition in den Grass‘, Walsers, Staecks und Strassers dieses unseren Landes.


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Schleckerland in Schleckers Hand


Irgendwie habe ich so gar keine Lust, in das derzeitige Schuldzuweisungstheater gegen die FDP einzustimmen, die sich der Transfer-Lösung für 11.000 Mitarbeiterinnen der maroden Schlecker-Kette verweigert hat und nun also die berühmte A-Karte gezogen hat.

Man könnte, würde man wirklich wollen, sich daran erinneren, daß es gerade mal knapp zwei Jahre her ist, als Ver.di dazu aufrief, Schlecker-Märkte zu boykottieren. 

Man müsste auch darauf hinweisen, daß mit dem Eintritt der 11.000 Frauen in eine Transfergesellschaft deren Recht, einer Kündigung zu widersprechen, außer Kraft gesetzt wird und auf die Tatsache, daß ein künftiger Investor (nach Lage der Dinge die Schlecker-Kinder) völlig frei von sozialen Kriterien einen Teil der Mitarbeiterinnen wieder einstellen kann.

Interessant allerdings ist vor allem, daß kein Mensch aus dem deutschen Politbüro, das aus den Blockflötenparteien  SPD-Grüne-CDU-CSU-FDP besteht, die Frage stellt, welches Ziel der angeblich verarmte Anton Schlecker mit der Insolvenz verfolgt und daß er auf dem besten Wege ist, sich auf Kosten der Allgemeinheit  gesund zu schrumpfen.

Vorausschauend hat er durchaus erkannt, daß seine kleinen Filialen nicht mehr wettbewerbsfähig sind und er sich von einem großen Teil trennen muß.  –  Was liegt dann näher, als Insolvenz anzumelden, seine beiden Kinder an die Public-Relations-Front zu schicken und dort behaupten zu lassen,  die Unternehmerfamilie sei pleite und habe aus lauter Menschenfreundlichkeit all ihr Vermögen in die bisher vergebliche Sanierung des Unternehmens gesteckt?

Daß Schlecker europaweit tätig ist und Filialen in fast allen Ländern der EU betreibt und außer in Deutschland entsprechend weiterhin Gewinn macht, wird derzeit auch nicht erwähnt. Europaweit gibt es über 14.000 Schlecker-Märkte mit 47.000 Mitarbeitern, davon:

  • 7.500 in Deutschland (Mitte 2011)
  • 1.184 in Spanien
  • 974 in Österreich (2010)
  • 245 in den Niederlanden
  • 230 in Italien
  • 200 in Frankreich
  • 151 in Tschechien
  • 69 in Polen
  • 32 in Portugal
  • 30 in Dänemark
  • 26 in Belgien
  • 18 in Luxemburg (via wikipedia)
  • Die jetzige Insolvenz berührt also nicht einmal die Hälfte des Schlecker-Unternehmens.

Das Spiel, das Schlecker derzeit betreibt, wird auch durch folgende Meldung deutlich:

„Ehingen. Die beiden Kinder des gescheiterten Schlecker-Gründers Anton Schlecker, Meike und Lars Schlecker, überlegen einem „Spiegel“-Bericht zufolge, das Unternehmen mit Hilfe eines Investors selbst zurückzukaufen. Sie könnten dann das von ihnen bereits angeschobene Konzept zur Modernisierung der Drogeriekette nach einem überstandenen Insolvenzverfahren ohne Altschulden umsetzen. Der Schlecker-Senior darf laut dem Bericht nicht mehr für das Unternehmen tätig werden, ein entsprechendes Verbot sei im Handelsregister eingetragen worden. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz betonte, es sei von Anfang an nicht ausgeschlossen worden, dass Meike und Lars Schlecker bei einer Zukunftslösung eine Rolle spielen könnten.“

Fazit:

Schleckerland bleibt weiter in Schleckers Hand, der Anton gibt sein auf Staatskosten saniertes Unternehmen halt an Sohn Lars und Tochter Meike weiter.

Die Eigentumsfrage, die die eigentlich wirklich relevante Frage aus Sicht einer möglichen linken Politik ist, wird nicht gestellt.  Sowenig wie sie bei den Monopoly-Spielern der Banken gestellt wurde, für die nicht nur ein bißchen Peanuts wie bei Schlecker (dessen Insolvenz wäre ja eigentlich aus der Portokasse zu finanzieren), sondern billionenschwere Retttungsschirme aufgespannt werden und wurden.

Unerklärlich im Übrigen auch das Stockholm-Syndrom, das bei den Schlecker-Mitarbeiterinnen zu beobachten ist:  „Wir“ haben unseren Schlecker aufgebaut…“ :

Diese Identifizierung mit einem assozialen schwäbischen Unternehmer, der Dumping-Löhne zahlt, Mitarbeiterinnen bespitzelt und wegen Petitessen rausgeworfen hat, ähnelt schon sehr dem Verhalten von Geiseln, die sich nach einer gewissen Zeit mit ihren Geiselnehmern identifiziert haben.

Marxistisch-materialistisches Denken in diesem unseren Lande: Fehlanzeige.

Dafür ein ungehemmtes Schalten und Walten des freien deutschen Banken-und Unternehmertums mit dem Segen der Medien und dem gesamtdeutschen Politbüro.

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Rabenschwarze Saar


Das Saarland ist schön – ich kenne es aus einem Kuraufenthalt in St. Wendel, den ich dazu nutzte, dieses schnuckelige deutsche Eckstück, das so ein kleines bißchen auch Frankreich atmet, mit dem Fahrrad zu erkunden.

Schön ist es auch nunmehr nach der Allparteien-Dumpfbacke Gauck gleich erneut bestätigt zu bekommen, daß die Deutschen nicht wählen wollen oder auch mangels Alternative nicht wählen können.

Dem 90% Mann Gauck folgt nun eine mehr-als-zwei-drittel-Mehrheit von CDU und SPD im Saarland, die sich vor allem darin einig ist, die Agenda 2010 keinen Jota zurückzunehmen, keine Mindestlöhne und kein Recht auf Existenzminimum anzuerkennen und der verlängerte Arm des dort angesiedelten Unternehmertums zu sein. Selbst der vormals SPD-Linke Ottmar Schreiner blubbert in die Kamera nur noch Vermaastes und Verquastes.

Die FDP-Wähler sind in die Piratenpartei und zu den Grünen emigriert und stellen mit zusammen 13 % keine Opposition, sondern ein weiteres spießiges kleinbürgerliches Kontingent im Saar-Parlament.

Und der Heiko kann sich so gar nicht vorstellen, mal was Anständiges zu probieren und mit dem Oskar zusammen eine linke Politik zu machen.

Wieder wurde gewählt- und wieder wurden Wahlen zu Wiederwahlen.

Deprimierend.

Aber das Wetter im Saarland ist schön, ein Morgenrot allerdings gibts auf längere Sicht da nicht zu bewundern.

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