Während Sarkozys Kreuzzug gegen Burka und Niqab vor dem Islam schützen und zur Befreiung der muslimischen Frauen beitragen soll, aber unlogischerweise an den verschlossenen privaten Türen endet (was dort mit den Frauen passiert, geht nur deren muslimische Männer etwas an), reden wir heute mal hier über das Desinteresse des christlich-abendländisch geprägten Mannnes an seiner freizügig gekleideten Frau, die – während er gleichgültig seine ehelichen Pflichten erfüllt – hier einige lebenspraktische Tipps erhält, um seine Aufmerksamkeit zurück zu gewinnen. Warum nicht gleichzeitig Kuchen backen….? http://www.theonion.com/video_embed/?id=19984 How To Get A Guy To Notice You While You’re Having Sex With Him
Source:
Aus dem ultimativen amerikanischen Satiremagazin „the onion“
Seit gestern gilt in Frankreich die „L’interdiction du port de la burqa en public:“ – Das Verbot, in der Öffentlichkeit den „„voile intégral“ zu tragen. Das Burka-und Niqabverbot. Bereits am Sonntag verhaftete die Polizei 59 Dermonstranten, darunter 19 Burka-Trägerinnen, die gegen das Verbot demonstrierten. Islamophobie macht sich breit, nicht nur an den Stammtischen, sondern nun auch staatlich verordnet.
Zwischen vier und sechs Millionen Muslime leben in Frankreich und stellen damit die größte islamische Gruppe in Europa dar. Ungefähr 2000 Frauen tragen Burka oder Niqab, das ist eine verschwindend kleine Anzahl, die nun eine weltweite Beachtung findet. 150.-€ Buße soll die Vollverschleierung kosten, die Polizei ist angewiesen, keinerlei Gewalt anzuwenden und gegebenfalls soll es im Wiederholungsfall einen Kurs in Staatsbürgerkunde geben.
In Autos, Hotels und privaten öffentlichen Räumen greift das Verbot im Übrigen nicht.
Schon rufen Prediger in Frankreich zur Solidarität mit den Opfern Sarkozys auf, die dieser, so darf man annehmen, vor allem braucht, um die nächsten Wahlen zu gewinnen.
Wie schon früher hier kommentiert, geht es nicht um die Privatisierung oder gar Problematisierung von religiöser Symbolik im Allgemeinen. Vielmehr nur gegen islamische Symbolik – Glaubwürdig wäre das ganze nur, wenn man jede Symbolik verbieten würde ( wobei offen bleibt, ob das irgendeinen Sinn macht).
Im Alltag regiert das Aneinander- vorbei. Mir begegnen tagtäglich muslimische Frauen, die an ihren unförmigen Kleidungen ebenso erkennbar sind wie an dem demonstrativen Desinteresse, mit ihrer europäisch geprägten Umgebung Kontakt aufzunehmen. Im besten Fall kommunizieren diese Frauen noch an der Kasse im Supermarkt oder in Elternsprechstunden in der Schule. Umgekehrt gilt das natürlich auch: Wer nimmt schon tatsächlich Kontakt zu muslimischen Frauen in der Nachbarschaft auf, wen interessiert wirklich der „way of life“, den diese pflegen? – Wenn kommuniziert wird, dann mit den Familienvätern und Ehemännern, denn diese sprechen in der Regel die Landessprache und sind das Bindeglied zum europäischen Leben.
Das betrifft- im Gegensatz zur Vollverschleierung – eine richtig große Anzahl muslimischer Familien und Frauen. Die alltäglich stattfindende Parallelgesellschaft wird sich durch keine staatlich definierte Kleiderordnung und durch keine Verbote aufeinander zu bewegen.
Verständnis für Burka, Niquab und das isoliert-muslimische Leben habe ich nicht, da ich kein Gutmensch bin. Deshalb halte ich viel von Schulpflicht und der Pflicht, Sprachkurse zu besuchen. Nur über die Kinder und über die Sprache gibt es letztendlich die Option, offener miteinander umgehen zu können.
Religion trennt, polarisiert, missioniert und führt zur Intoleranz. Solange es Religion gibt, wird es im Namen irgendeines Gottes Kriege und Progrome geben, Geschlechterdiskriminierung, sexuelle Diskriminierung, Isolierung und Ghettos. Weltweit, in unterschiedlichen Formen. Religion ist der Beginn allen Übels, mit der Abkehr davon und der Rückkehr zum gesunden Menschenverstand wird die Menschheit einen großen Fortschritt machen.
Nun, eine wirkliche Neuigkeit ist seine erneute Kandidatur natürlich nicht. Schließlich hat Barak Obama nahezu sämtliche Dinge, die er ändern wollte, versemmelt. Mit seiner „Ja, wir-können-alles„-Kampagne hat er bewiesen, daß eine große Klappe im Wahlkampf nicht unbedingt zu einer großen Politik führt:
30 Millionen Amerikaner sind ohne Krankenversicherung – ursprünglich sah das mühsam durchgeboxte Gesetz vor, daß bis 2014 alle US-Bürger via dem „individuellen Mandat“ eine Krankenversicherung erwerben müssen. Dafür wurden staatliche Beihilfen vorgesehen. Bundesgerichte in Florida und Virginia haben das Gesetz als verfassungswidrig erklärt, da der Kongreß mit derVerpflichtung jedes Bürgers, eine Krankenversicherung zu erwerben, seine Kompetenz überschritten hätte.
Beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit macht die Obama-Regierung keine Fortschritte. Nach wie vor sind ca. 10% US-Bürger arbeitslos.
Ein ebenso großes Fiasko sind Obamas Pläne, eine Führungsrolle im Kampf gegen den Klimawandel zu übernehmen. Sein Klimaschutzgesetz fand im Senat keine Mehrheit, international gelten die USA zusammen mit China und Indien als die größten Bremser.
Guantanamo ist nicht nur nicht geschlossen, sondern wird mit der Aufnahme neuer Kriegsgerichtsverfahren wieder aktiviert.
Im Irak stehen nach wie vor 50.000 Soldaten, angeblich nur noch als Berater und Unterstützer der dortigen Armee. – In Afghanistan sind weitere 30.000 Soldaten, die Opferzahlen in Talibanien steigen.
Ein geplantes Einwanderungsgesetz Obamas, daß die ca. 12 Milllionen illegalen Migranten entkriminalisiert, stößt auf erbitterten Widerstand nicht nur der Republikaner. – Vielmehr wurde in Arizona das Einwanderungsrecht massiv verschärft, das dortige Gesetz, das Einwanderer u.a. dazu verpflichtet, stets ihre Papiere bei sich zu tragen, wird von vielen Amerikanern als rassistisch empfunden.
Im Grunde sind die USA ja auch unregierbar, wie folgende Infografik schlagend beweist:
Und dann tanzt auch noch die Bärin aus Alaska. Sarah Palin trifft man nicht nur auf Tee-Partys, sie sitzt Obama schon im Nacken:
Rette sich wer kann… so kann Obamas Versuch, eine Wiederwahl zu erreichen, nur im Zeichen eines kontinuierlichen Versemmelns weiterer Wahlversprechen gewertet werden. Jede Wette, daß ein deutlich gereifterer Opportunist in den nächsten Wahlkampf zieht. Und „Yes, we can“ wird eingemottet und bleibt ein Wimpernschlag in der amerikanischen Geschichte.
Warum nur alle für den Ausstieg aus der Atomenergie sind? – In Japan, wo die Leute ja bekanntlich generell anders ticken als sonstwo auf der Welt, kann Mann dem radioaktiven Screening durchaus etwas abgewinnen. Echt sexy, diese Aussicht:
Tamura, nordöstliches Japan: Screening einer Frau auf radioaktive Kontamination.
Dagegen Solarenergie – ist doch völlig unsexy, die Fotozellen weitab der Desperate Housewives auf den Dächern von Nizza und anderswo.
Oder gar Erdwärme– da sieht Mann ja nun gar nix.
Windenergie, das geht ja noch, da flattern die Röcke. Eine gewisse Alternative, wie wir seit Marilyn Monroe wissen:
Ein uralter Konflikt flammt derzeit wieder auf, was die Kleiderordnung bei Frauen betrifft. Während Männer mit jeder Art von Geschmacklosigkeit in der Öffentlichkeit herumlaufen dürfen, wird von den Frauen ein gepflegtes, nicht-nuttiges Outfit erwartet. Ansonsten brauchen sie sich ja auch nicht zu wundern, wenn sie von notgeilen Böcken vergewaltigt werden.
Das Ganze hat allerdings mit Respekt zu tun. – Ich sehe mir auch lieber gutgekleidete Menschen beiderlei Geschlechts an, bin aber der Meinung, daß jeder Mensch nach seinem Gusto gekleidet sein darf, solange dies nicht wie bei islamischem Fundamentalisten dazu führt, daß die eine Hälfte der Menschheit Kleider verpasst bekommt, die eher einem mobilen Gefängnis ähneln.
Schlecht erzogene und mit miesem Charakter ausgestattete Männer gibt es im Übrigen überall auf der Welt, in Kanada genauso wie in Europa oder im nahen und fernen Osten. Diese haben sich noch nie davon abhalten lassen, Frauen ihren Willen aufzuzwingen und diese zu mißhandeln. Das zu ändern, scheint mir eine lebenslange Aufgabe zu sein, die wohl noch etliche Generationen andauern wird, bevor der letzte Depp dann gemerkt hat, daß es Sex oder gar Liebe nur im gegenseitigen Einverständnis zu geben hat, will man eine wirklich neue Zivilisationsstufe erreichen.
Und so sehe ich den Weg, auf den sich gerade kanadische Frauen machen, als durchaus gerechtfertigten Protest gegen ewig gestrige Chauvinisten an:
Million Slut March:
“Sluts and allies” went for a skimpy walk around Toronto this weekend to protest a police officer’s advice to students at Osgoode Hall Law School: You can avoid being raped by not dressing “like sluts.”
“We are tired of being oppressed by slut-shaming; of being judged by our sexuality and feeling unsafe as a result,” reads the SlutWalk manifesto. “Being in charge of our sexual lives should not mean that we are opening ourselves to an expectation of violence, regardless if we participate in sex for pleasure or work. No one should equate enjoying sex with attracting sexual assault.”
Additional SlutWalks are reportedly planned for other parts of Canada.