Das ist mir heute wichtig…


Amina Arraf
Die  lesbische syrische Bloggerin Amina Arraf, die furchtlos unter ihrem Pseudonym Amina Abdallah über den Aufruhr in ihrem Land in ihrem Blog „A Gay Girl in Damascus“ schrieb, wurde letzte Nacht von bewaffneten Männern auf dem Weg zu einem Treffen in Damaskus entführt.

Ihre Kusine Rania schrieb über die Entführung in Aminas Blog: „Amina wurde von drei Männern, die Anfang 20 waren, gepackt. Laut einer Zeugin (die ihren Namen nicht nennen will), waren die Männer bewaffnet.“ Rania fährt fort und berichtet, daß die Männer Aminas Mund zuhielten und sie „in einen roten Dacia Logan mit einem Aufkleber von [Präsident Assads Bruder] Bassel Assad stießen“.

Der Guardian berichtet, daß Amina – die auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt –„schlagartig populär wurde“ durch die Schilderung der syrischen Opposition und ihrem Kampf gegen die Regierung.

Es gibt nun Unterstützung auf Facebook und Twitter, um auf die illegale Gefangennahme von Amina aufmerksam zu machen, aber, laut Rania, ist es unklar, wer sie gefangennahm und warum.

„Unglücklicherweise gibt es 18 verschiedene Polizeiformationen in Syrien, sowie vielfältige paramilitärische Organisationen und Gangs,“ schrieb sie in einem kürzlichen Update.  “ Wir wissen nicht, wer sie gefangennahm und wissen dahewr auch nicht, an wen wir uns wenden sollen, um sie frei zu bekommen. Es ist möglich, daß sie ausgewiesen wird.“

Neue Entwicklungen über Aminas Situation werden in ihrem Blog veröffentlicht.

[guardian / globalvoices.]

außerdem:

„Together, the Avaaz community is assisting Syrian citizen journalists to break the blackout and get key footage out across the world, and are directly supporting the efforts of peaceful, pro-democracy protesters. Let’s secure Amina’s freedom now and continue to stand with Syrians struggling for a free, inclusive future.“

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Käßmann betet mit Taliban!


Wie der Evangeliumsrundfunk meldet, ist Margot Käßmann in Afghanistan eingetroffen, um dort mit den Taliban zu beten. Erste Bilder ihrer Reise haben uns nun erreicht, die belegen, daß sie ihr Anliegen:

„Besser mit den Taliban beten, als sie zu bombardieren“…

…in die Tat umsetzen will.

Frau Käßmann wird bei ihrer Ankunft auf die Kleiderordnung in Talibanien hingewiesen, die besonders frauenfreundlich ist.

Frau Käßmann steckt daher vorerst mal die Bibel weg und kleidet sich nach Landessitte, denn sonst  – so wird ihr bedeutet, könne sie was erleben, so wie diese junge Frau, die zur moralischen Ermunterung einige harmlose Peitschenhiebe erhält:

Angewandtes Recht in Talibanien

Margot kleidet sich also am Flughafen entsprechend ein, steckt die Bibel in die Innentasche ihrer Burka und macht sich auf den Weg, Talibans zu finden, mit denen sie beten kann… Hier sehen wir, wie die örtliche Presse ein Foto von ihr macht:

Bitte lächeln, ruft der Lokalreporter den Betschwestern zu....

Bevor es richtig losgeht, sagt die Ex-Bischöfin noch den ewig gestrigen westlichen Bombardierern ihre Meinung:

„Nicht Auge-um-Auge und Zahn-um- Zahn, sei eure Losung, sondern Gebet um Gebet.“

Für den Weltfrieden natürlich:

"Beten statt Bomben!", ruft Margot der jungen Soldatin zu, die sich hier kinderfreundlich gibt, bevor sie die nächste Bombe zum Abwurf vorbereitet....

Der Sittenverfall nimmt wirklich überall zu...

Instinktlos, wie manche Touris sich in der Fremde bewegen. Margot kann der Kirchenmaus, die sie begleitet, nur zustimmen. Und dann ist es soweit.  – Ein Mudjahedin tritt auf sie zu und fordert sie leise, aber bestimmt auf, ihm zum Gebet zu folgen:

"Folgt mir, ungläubiges Weib!", flüstert der Unbekannte in Margots Ohr....

Hier sehen wir Margot nun im landesüblichen Outfit solo:

"Huhu, ich bins!", ruft Margot den Fotograpfen zu....

und hier in der Menge beim Gebet:

Ein Wimmelbild. Wer Margot hier findet, hat gewonnen! Vielleicht die dritte von rechts in der letzten Reihe? Wer weiß...

Später wird Margot dann von einem Talibanhäuptling empfangen. Es kommt zu einem für beide Seiten fruchtbaren Kulturaustausch. Der Taliban bedauert sehr, daß sie als Christin nicht eine seiner Jungfrauen sein könne, die auf ihn im Paradies warten würden. Leider müsse sie in der Hölle mit allen anderen Ungläubigen schmoren. Während Margot die Vorzüge der Kreuzigung Jesu und die spannende Zeit der Kreuzüge beschreibt, informiert der Taliban über die Regeln bei Steinigung und Enthauptung.  Frau Käßmann wird demnächst wieder zurückerwartet und sagt zum Abschluß ihres Betbesuches:

„Alles wird gut in Talibanien!“

Zurück in Deutschland zeigt sich Margot tief beeindruckt von den Landesitten Talibaniens...

  • Fortsetzung folgt, wenn Frau Käßmann vom Papst selig gesprochen wurde. Versprochen!

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Hoffnung oder Ende?


Häuptling Raoni bricht in Tränen aus, als er hört, daß Brasiliens Präsidentin  Dilma den Bau des hydroelektrischen Staudamms von  Belo Monte freigegeben hat, obwohl zehntausende von Briefen  und emails an sie geschrieben sowie über 600.000 Unterschriften gesammelt wurden.

Damit wurde das Todesurteil über die Menschen an der großen Biegung des Xingu-Flußes gesprochen.  Belo Monte wird insgesamt 400.000 Hektar Regenwald überschwemmen, ein Gebiet, das größer als der Panamakanal ist, und 40.000 Menschen indigener und lokaler Bevölkerungsgruppen vertreiben sowie den Lebensraum von sehr vielen Tier-und Pflanzenarten zerstören. Das alles, um eine Elektrizität zu produzieren, die leichter und effektiver  durch die Investition in Energiesparmaßnahmen erzeugt werden könnte. 

via: The Daily What / etcetera

  • Es gibt hier eine Petition, die wir alle unterzeichnen können, um dem Amazonasgebiet und seinen Völkern zu helfen. Bitte nehmt Euch die Zeit und schließt Euch dem Anliegen an. 
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Tausendundeine Nacht: Faule Eier…


Faule Eier im arabischen Frühling

 Gesellschaftsspiel der Woche: Faul Ei in Arabien

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Von Frömmlern, Esoterikern und Müslimännern.


Wenn man die magere Beteiligung an den Atomauststiegs-Demos sieht, müssten sich die Veranstalter schon mal fragen, welch illustres Völkchen sie dort mobiliseren…

…Merkwürdige Zeiten sind das.  Während die CSU zur Speerspitze der Anti-AKW Bewegung mutiert ist, Ethikräte mit stockkonservativer Besetzung die Atomspaltung beerdigen und die SPD wie immer nicht weiß, wann sie denn nun wirklich das letzte AKW abschalten will und sogar Angela verstanden hat, daß Windräder Hip sind und die Sonne Energie spendet, facebookt und twittert der deutsche Basis-Bürger voller Vorfreude auf saubere Energiezeiten.

Kehrwoche ist sozusagen angesagt, die Republik befreit sich von ausschwärmenden Atömchen. Selbst die Grünen sind dagegen, allerdings dürfen AKWs nur abgeschaltet werden, wenn dadurch nicht eine seltene Vogel-oder Käferart bedroht ist, wie zum Beispiel die Urandrossel oder die Caesiummilbe.

Trotz alledem machte ich mich neulich auf, mir mal das muntere Völkchen anzuschauen, daß sich neuerdings wieder zu Demos und Mahnwachen versammelt. Und tatsächlich fand sich vor dem Ulmer Münster eine mehrhundertfache Mahngemeinde ein, die mit diesem Wir-habens-ja-schon-immer-gewusstMienen den einschlägigen wohlbekannten Wir-führen-immer-das-Wort-Rednern zuhörten.

Zu Beginn wurden die Kerzenstummel entzündet, die von der letzten Wir-befreien-die-armen-Palästinenser-Demo übrig geblieben waren, dann die Fahnen entrollt, auf denen noch blass zu erkennen war, daß sie schon mal für die Rettet-den-Juchtenkäfer-Stuttgart-bleibt-oben-Demo herhalten mußten.

Während der Ulmer Oberbürgermeister mit dem ihm eigenen Mutterwitz die Mahn-Gemeinde einstimmt, proben am Rande der Gemeinde bereits einige in die Jahre gekommene Sänger(innen) das nächste Geleiere, auf daß dieses dann in unendlicher Wiederholung zum Schluß die Mahnenden motivieren könne…

Auftritt der Ulmer Kirchenmaus-Nummer-Eins aus dem Kreis der Dritte-Welt-Laden-und-evangelische-Kirchengemeinderat-Szene:

Ein unendlich langes verschwurbeltes Gedicht findet seine öffentliche Premiere, in dem es irgendwie von der Kernschmelze in Japan zu Daniel-in-der-Löwengrube geht,  dann zum unaussprechlich- schmerzlichen-Schmerz, den die Mutter Erde erdulden muß bis hin hin zur Betroffenheit hier in Deutschland, BaWü, Ulm, Münsterplatz, die uns alle nun vor Gram zum Mahnen und Demonstrieren veranlasst habe…

…Einige stadtbekannte Esoterikerinnen aus dem Ex-Bagwahn-Harem bilden einen magischen Kreis und stimmen einen kirchlichen Chanon an:

Nach dieser-Erde-wäre-ja-keine-die-eines-Menschen-Wohnung-wär.

Nach unendlich betroffenem mehrstimmig-disharmonischen Vortrag dieses überaus aussagekräftigen politischen Liedes Überleitung des Moderators (selbstredend ein Grünen-Funktionär ) zum:

Auftritt des münstereigenen Pfaffen. Zwar mittlerweile pensioniert, aber immer noch eifernd, total betroffen und die Apokalypse vorhersagend.

Ich wette nun mit mir selbst, wann die erste Episode aus dem alten Testament vorgetragen wird. Bingo. Ich gewinne. Nebukadnezar ist heute dran. Und die vertriebenen Juden, die an den Ufern von Babylon sitzen, gleichsam wie die Japaner, die vorm Atom flüchten mussten.

Die Stimme schwillt, der Kopf wird rot, der Pfarrer stirbt den Blutdrucktod?

Weit gefehlt.  – Während er mit den Armen gen Himmel zeigt und dann zum Münsterturm hin fuchtelt, donnert der Ex-(humierte?) Pfarrer nun:

„Seht ihr die Schrift nicht an der Wand?“

Schlichten Gemütes, das mir  nun mal eigen ist, wende ich mich in Erwartung eines genialen Special-Effects um und warte darauf, daß irgendein Müslimann nun die Schrift-am-Münsterturm erscheinen lässt. ….

Der Pfarrer verkündet besorgniserrregend laut weiter das Weltenende, verursacht durch Atom, Bomben in Lybien und die gottverlassene Bundesregierung.

Während der Geistliche  zum Finale kommt und die Mahngemeinde spekuliert, wann er den Herzkasper kriegt, gehe ich nach Hause. Tief enttäuscht. Keine Schrift-an-der-Wand erschien, no special effects, nur Geleiere, Gesingse, Bibel und Betroffenheit.

Es wundert mich nicht, daß das Durchschnittsalter dieser Betroffenheitsbürger sicher über 50 lag.  Sie braten halt gern im eigenen Saft, die Evangelikalen, grünen Pfarrerstöcht-& -söhne, die fleisch-und -lustfrei -Damen und die verschwurbelten Ex-Kommunisten, die angeführt von  katholischen Kretschmännern  die Ausstiegsdemos dominieren.  Vor derlei Gemengelage braucht sich die Atomlobby sicher nicht fürchten.

Meine derzeitige Lieblingsfurchtphantasie betrifft hingegen die wutbürgerliche neue Volkspartei, deren Vorsitzende Claudia Roth womöglich bald Kanzlerkandidatin wird. Wenn die zu Gift und Galle auch noch die Tornoados und Leopards in die Finger kriegt, dann Gnade uns Gott. Sofern es den gibt.

Vielfalt-in-der-Einfalt

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