The sound of silence


Paul Simon, America’s Folk Soul, offers a deeply moving and atmospheric rendering of his signature tune „Sound of Silence,“ on the occasion of the 10th anniversary of the 9/11 outrage on New York City and the Twin Towers where over 3000 souls were lost. The Live performance was delivered from Ground Zero.
http://www.facebook.com/NSOTD

 

 

Hello darkness, my old friend
I’ve come to talk with you again
Because a vision softly creeping
Left its seeds while I was sleeping
And the vision that was planted in my brain
Still remains
Within the sound of silence

In restless dreams I walked alone
Narrow streets of cobblestone
‚Neath the halo of a street lamp
I turn my collar to the cold and damp
When my eyes were stabbed by the flash of a neon light
That split the night
And touched the sound of silence

And in the naked light I saw
Ten thousand people maybe more
People talking without speaking
People hearing without listening
People writing songs that voices never shared
No one dared
Disturb the sound of silence

„Fools,“ said I, „you do not know
Silence like a cancer grows
Hear my words that I might teach you
Take my arms that I might reach you“
But my words like silent raindrops fell
And echoed in the wells of silence

And the people bowed and prayed
To the neon god they made
And the sign flashed out its warning
In the words that it was forming
And the sign said „The words of the prophets are written on the subway walls
And tenement halls
And whispered in the sound of silence

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Petitessen und Peanuts


Die Freiheit hat gesiegt, so tönt es unisono aus dem deutschen Miedienwald, wenn es um das Fazit der Politik nach dem 11. September 2001 geht. Freiheit und Demokratie hätten dem Terror standgehalten und heute leben wir in einer freien Welt. Ja sogar die Araber hätten nun einen demokratischen Frühling.

Meine Herren.

Irgendwie leben die Schreiberlinge mitsamt den von ihnen so gefeierten besonnenen Politikern in einer anderen Welt.

Wahrscheinlich werden sie nie auf den internationalen Flughäfen nackt gescannt und ihre Sekretärinnen dürfen mitsamt sämtlichen Fanta-und Cola-Botteln unkontrolliert an Bord.

Wahrscheinlich ist der Irak, in dem sich pro Tag immer noch mehrere Terroranschläge ereignen, eine Insel der Glückseligkeit. Sie müssen da ja auch nicht leben.

Und Guantanamo, das ist ebenso nur ein kleiner Folter- Eiterpickel der Demokatie ebenso wie die Folterflüge des CIA nach Polen, Lybien und anderswo.

In Dänemark gibt es einen Karrikaturisten, der seit Jahren nur unter Lebensgefahr noch am Leben ist.

In Norwegen massakrierte ein moderner Kreuzritter ein ganzes Jugendlager im Namen von Abendland, Christentum und Freiheit.

Und in Afghanistan werden nicht nur Soldaten, sondern auch ganz einfache Menschen ermordet. Durch Taliban oder durch „friendly fires“.  Und nun  ist man dort unter der Hand im Gespräch und es ist zu befürchten, daß es nach Abzug der westlichen Truppen zu einer massiven Unterdrückung Andersdenkender und Andersgläubiger, sicherlich vor allem des weiblichen Teils der Bevölkerung kommen wird.

In Großbritannien gibt es Städte und Stadtteile, in dem nicht mehr das britische Recht, sondern die Scharia angewandt wird.

Dagegen haben in Frankreich und Belgien  Rechtspopulisten das Verbot der Ganzkörperverschleierung durchgesetzt und hysterisieren die Bevölkerung in Anti-Islamismus.

Im Vatikan hockt eine lebende Leiche, die immer noch für sich  in Anspruch nimmt, uns vorzubeten, was Moral ist, obwohl hunderttausende Jungen und Mädchen von seinen Statthaltern weltweit mißbraucht wurden.

In Somalia verhindert die islamische al-Shaabab Miliz, daß hunderttausenden Hungernden Hilfe zuteil wird und richtet ein Land vollends zugrunde.

In den USA wird die Einführung einer Pflicht-Krankenversicherung als Beginn des Sozialismus bekämpft und ein großer Teil der Bevölkerung kann sich es nicht einmal leisten, zum Arzt zu gehen. Dort kann man schon sterben, wenn man zu arm ist, um sich einen Weisheitszahn ziehen zu lassen.

Griechenland wurde vom internationalen Großkapital zugrunde gerichtet und ist das beste Beispiel, wie nicht nur einzelne Menschen, sondern ein ganzes Volk und sein Staat seine Freiheit verliert,  vermerkelt und verschäublet wird und Rating-Agenturen sich die Freiheit nehmen, zu entscheiden, wer oben bleibt und wer nach unten muß.

In Deutschland warten Polizei und Politik auf die erstbeste Gelegenheit, mittels einer möglichst umfangreichen Datenvorratsspeicherung den gläsernen Staatsbürger zu perfektionieren.

In Ägypten ist der Frühling in Rekordschnelle in einen braunen antisemitischen Herbst mutiert, dort jagt man wieder Juden und zündet Botschaften sowie koptische Kirchen an.

In Lybien gefallen sich die Freiheitskämpfer darin, Schwarzafrikaner nicht nur aus dem Land zu jagen, sondern sie auch gleich umzubringen, wenn nicht gerade eine westliche Gazette davon berichten kann.

In Syrien panzert ein ungehemmter Augenarzt und Diktator sein Volk nieder. Aus strategischen Gründen wird hier nicht die Demokratie gefordert, sondern der Westen schaut zu und hebt mahnend einen Stinkefinger, was diesem Kerl dort herzlich egal ist.

In China darf eh niemand aufmucken. Dort wird im Namen des Kommunismus der Staatskapitalismus ohne jede Rücksicht auf die Bevölkerung zelebriert.

Und die Türkei ringt mit dem Iran um die Vorherrschaft als regionale Großmacht im nahen Osten, will Narrenschiffe mit Kriegsschiffen nach Palästina begleiten und zündelt mit dem Kriegsfeuer gegen Israel. Der Iran dürfte demnächst über Atombomben verfügen und eine ganz eigene Lösung für die Vernichtung Israels damit im Auge haben.

Die Festung Europa beginnt auf Lampedusa, dort stranden jedes Jahr unzählige Flüchtlinge aus Afrika oder saufen vorher ab. Griechenland setzt diese Festung durch einen (Wasser)graben fort, der es vor der Türkei schützen soll.

Meine Herren!

Die Freiheit ist in einem wunderbaren Zustand. Abzüglich der oben genannten Petitessen und Peanuts.

 

Die Freiheit ist ein wundersames Tier
und manche Menschen haben Angst vor ihr.
Doch hinter Gitterstäben geht sie ein,
denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein.

(Georg Danzer)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das ist sowas von daneben…


Kyle Willis, ein 24-jähriger arbeitsloser Vater eines Kindes in Cincinnati, starb an einer leicht zu behandelnden Zahnentzündung, weil er keine Krankenversicherung hatte und es sich nicht leisten konnte, sich einen Zahn ziehen zu lassen.

 

Willis bekam vor zwei Wochen Schmerzen an einem Weisheitszahn und die Zahnärzte sagten ihm, er müsse diesen ziehen lassen. Er hatte keine Versicherung und konnte es sich nicht leisten, dies  aus eigener Tasche zu zahlen, und so schob er die Behandlung hinaus. 

Nachdem sein Gesicht anzuschwellen begann, begab er sich in die Notfallambulanz, wo er Antibiotika verschrieben bekam, die er sich erneut nicht leisten konnte.  Er nahm daher Schmerztabletten. Die Infektion dehnte sich bis in sein Gehirn aus, das ebenfalls anzuschwellen begann. Er starb letzten Dienstag.  

Dr. Glenn Stream, Vorsitzender der amerikanischen Akademie der Familienärzte sagte, daß selbst wenn Willis eine freie Zahnklinik gefunden hätte, „die Wartezeit oft Monate beträgt…und der junge Mann starb innerhalb von zwei Wochen.“

„Willis hätte genauso gut 1927 leben können,“ sagte Dr. Jim Jirjis, der Direktor der Inneren Medizin der Vanderbilt Universitätsklinik, dem Nachrichtensender ABC: 

“ Alle Fortschritte, die wir bis heute in der Medizin gemacht haben und auf die wir stolz sind, sind für Leute, die sich diese nicht leisten können, umsonst gemacht worden und für die Katz.'“

via „the daily what“ 


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Die Zukunft heißt Afrika!


Africa is the Future!


Africa is the Future

Ich bin beileibe nicht der Erste, der dieses Statement macht oder stolz diese Wahrheit verkündet.

Ja, sie lesen richtig- die Wahrheit! Afrika ist die Zukunft!

Bezugnehmend auf einen Artikel von Mc Kinsy las ich, daß die afrikanische Wirtschaft wächst, mit einer höheren Rückzahlungsrate fremder Investitionen als in irgendeiner anderen sich entwickelnden Region. An dieser Stelle muß ich etwas enthüllen:  Ich bin, neben vielen anderen Funktionen, ein stolzer patriotischer Afrikaner. Ich bin absolut in meinen Kontinent verliebt.

Letzten Monat sah ich ein Video mit der Halbzeitbilanz von Zimbabwes Finanzminister Tendai Biti bei  IMF , die ich auf meinem eigenen Blog veröffentlichte.

Tatsächlich hatte ich einige Zeit, um die Informationen dieses Videos in mir wirken zu lassen. Typisch für mich habe ich weitere Untersuchungen  betrieben und die Nuancen der derzeitigen Wirtschaft von Zimbabwe mit verschiedenen Leuten durchdiskutiert.

Dabei wurde mir klar, daß die Wirtschaft Zimbabwes sehr viel größer ist, als wir denken.  Ich respektiere daher alle Berichte des IMF, die dieser darüber erstellt, aber heute berichte ich über die tatsächliche Wirtschaft Zimbabwes und im weiteren Kontext schlußendlich auch über die Wirtschaft Afrikas.

Was meine ich damit genau?

Ich berichte, inmitten anderer Dinge, über den berühmt-berüchtigten Informationsstand. Mit der fehlenden genauen statistischen Information, so wie Percy Takunda vom Imara Asset Managenemt es ausgeführt hat, hat der IMF die Wirtschaftsleistung von Zimbabwe auf  annähernd fünf Milliarden USD geschätzt.

Ich mag mich wie eine Schallplatte mit Kratzern anhören, wenn ich dies sage, aber ich bin nun mal eindeutig ein Wirtschaftswissenschaftler.

Ich höre und lese unterschiedliche Geschichten, wie Menschen Zahlen benützen und sich auf diese verlassen, z.B. über Arbeitslosigkeit, Inflation und Zinsen. Ich stimme zu, daß diese Informationen wichtig sind und es ist vielleicht sicherlich zu vermuten, daß diese in mehr formalen und durchorganisierten Marktwirtschaften wie Großbritannien mehr Bedeutung haben.

Trotzdem plädiere ich für Berichte, die die wirklichen Bedingungen in Afrika berücksichtigen. Im Großen und Ganzen ist der Markt in Zimbabwe und in der Tat der ganze afrikanische Markt in vielerlei Hinsicht unorganisiert.  Vijay Mahajan beschreibt in seinem Buch „Africa Rising“ es am Besten, wenn er dort schreibt, daß „die afrikanische Marktwirtschaft informell und unorganisiert ist, so daß das Gründen von (Absatz)chancen oft bedeutet, einen Weg zu finden, den Markt zu organisieren. Unternehmen finden neue Absatzmärkte, indem sie informelle und illegale Märkte in offizielle Märkte umwandeln und „Second – Hand-Märkte organisieren.“ Ich kann mich diesem Statement nur anschließen.

Während die Wirtschaft Zimbabwes die letzten 10 Jahre massiv den Bach runter ging, stieg die Arbeitslosenrate beträchtlich und es wurde gesagt, sie sei annähernd bei 80 oder 90% .

In bester zimbabweanischen Lebensart machten die, die vormals eine Arbeit hatten, so zum Beispiel meine Tante, die für eine Bekleidungsfirma arbeitete, „einen Plan“ und den meisten gelang es, verschiedenste Wege zu finden, um weiterhin Essen auf den Tisch stellen zu können. Ich habe hier einige Beispiele, die mir aktuell bekannt sind: –

Farai, der Installateur

Meine Eltern pflegten einen Installateur, der sein Gewerbe angemeldet hatte,  zu beauftragen. Sie kannten Farai über mehrere Jahre hinweg und ich sah ihn, als ich im Juni zu Hause war. Wir sprachen ausführlich über seine Arbeit und seine Gedanken zur Ökonomie.  Farai arbeitete für ein SME Installationsgeschäft und bekam seine Betriebserlaubnis, als er für dieses Unternehmen arbeitete.

Der vorherige Besitzer hatte genug von Zimbabwe, von den Auflagen, ein Geschäft in in einer Umwelt zu betreiben,  in der die Inflation galoppiert, und wanderte mach Australien aus. Der neue Besitzer verkleinerte das Unternehmen und Farai verlor seine Arbeit. Mit seiner Lizenz und mehreren Jahren Erfahrung wagte er einen Neuanfang und arbeitet nun solo mit einem festen Kundenstamm.

Allein in diesem Jahr konnte er 3000 USD bar einnehmen, einen Standort in Chitungwiza (ein bißchen außerhalb von Harare) erwerben, ein kleines Haus kaufen und konzentriert sich nun darauf, den Hauptstandort bis zu Weihnachten dieses Jahres fertigzustellen.

Marshall, der Kleinmarktgärtner

Ich kenne Marshall persönlich, weil er zur Familie gehört, er ist mein Neffe, um genau zu sein. Er lebt in einem Dorf etwa 70 km von Harare entfernt. Die Schule war nicht sein Ding, deshalb verbrachte er einige Jahre, dies und das zu tun.

Schließlich, als er eine Frau hatte und ein Baby unterwegs war, gründete er einen Gartenmarkt. Er lebt nahe seiner künftigen Familie und ist selbstständig. Er pflanzt verschiedene Gemüse an, auch Tomaten und Karotten.

Zweimal die Woche fährt er seine Produkte nach Mbare Musika in Harare und verkauft sie seinen Kunden, den  dortigen Marktstandbesitzern und einigen Geschäften. Er erreicht den Markt vor 5 Uhr morgens und um 7 Uhr morgens ist seine Arbeit dort getan.

Dann bezieht er  Dünger und andere Materialien  und kehrt die meiste Zeit vor Mittag nach Hause zurück. Einiges von Marshalls Gemüse endet vielleicht in den größeren Supermärkten auf der anderen Seite der Stadt. Natürlich ist das Bündel dann in drei oder vier Bündel geteilt worden und jedes Bündel wird für mehr Geld verkauft, als es Marshalls Ursprungspreis war.

Terri, die Erdnußbutterkönigin und Thembi, die Seifenherstellerin

Wie bereits ausführlich berichtet war Nahrungsmittelrationierung während den Tagen der galoppierenden Inflation in Zimbabwe an der Tagesordnung. Um diese Herausforderungen zu überwinden, äußerte sich der wahre Unternehmergeist in dem typischen zimbabwischen Mantra dann-laßt-uns-einen-Plan machen“. Einige entdeckten eine Marktlücke und begannen sofort mit der Arbeit.

Terri begann, zu Hause Erdnußbutter herzustellen, konservierte diese und verkaufte sie an ihre Freundinnen aus der Kirche. Sie verzeichnete eine dauerhafte Nachfrage und als der Erlös stieg, ging sie auf die Supermärkte vor Ort zu und versorgte diese ebenfalls.

Zwischenzeitlich hat sich auch Terris Freundin auf eine ähnliche Reise, die durch die Mängel, die ich oben erwähnt habe, erzwungen wurden, begeben. Um ihren Einfluß und ihre Macht beim Verhandeln zu steigern, schlossen sich Terri und Thembi zu einem Team zusammen, um gegenüber anderen Supermärkten als Einheit auftreten zu können.  Anfangs war es richtig knallhart, aber als sich die Rationierungen fortsetzten, gelang es ihnen, mit zwei weiteren Supermärkten Lieferverträge abzuschließen.

Trotzdem unterscheidet sich ihre Geschichte von den anderen Geschichten, die ich hier beschrieben habe. Mit der Wiedergeburt der zimbabwischen Wirtschaft nach der Gründung der zimbabwischen Einheitsregierung und der Bindung der Wirtschaft an den Dollar waren sie gezwungen, ihr Geschäft zu formalisieren.

Schlußfolgerungen

Ich weiß, daß diese Beispiele auf Zimbabwe begrenzt sind. Obwohl ich andererseits auch weiß, daß die drei Beispiele darauf hinweisen, was auch in anderen afrikanischen Ländern geschieht. Ich referiere nur über den informellen Bereich. Wie können wir tatsächlich beziffern, wie viel Farai und Marshall zu der sogenannten Fünf-Milliarden-Ökonomie von Zimbabwe beitragen?

Ohne Verkäuferlizensen oder anderen ähnlichen Instrumenten – wieviel Steuereinnahmen entgehen da der Regierung? Bestenfalls ist die einzige Steuereinnahme der Regierung die Umsatzsteuer von Farai und Marshalls Einkäufen.

Und was ist mit den anderen Steuern, die oft fälschlicherweise erhoben werden, um Sozialleistungen und ähnliches zu finanzieren? Was ist mit der Einkommensteuer? Farai und Marshall betreiben ihre Geschäfte in dem ungeregelten Markt, über den Vijay Mahajan berichtete.

Nachdem ich mehr Kenntnisse gewonnen habe und intensiv weiterhin über meinen geliebten Kontinent lese, finde ich es zunehmend schwieriger, den üblichen Statistiken so viel Aufmerksamkeit zu zollen wie ich es bisher tat; speziell den Statistiken, die offensichtlich diese augenscheinlich unbekannte informelle Branche ignorieren.

Wie beziffert man diesen bedeutenden Wirtschaftszweig, der sich quer über den Kontinent erstreckt? Ich mag ja falschliegen und ohne jeden Zweifel bin ich ein Wirtschaftswissenschaftler, aber ich vermute, daß sich in diesem Sektor einiges bewegt. Dieser bedeutende Sektor bringt Essen auf den Tisch, erzieht Kinder und hat dies die ganze Zeit schon während des letzten Jahrzehnts in Zimbabwe zum Beispiel getan. So frage ich erneut: Wie groß ist dieser informelle Wirtschaftszweig wirklich?

Die Marktwirtschaft Zimbabwes und in der Tat die gesamte afrikanische Wirtschaft ist defintiv größer als wir denken. Ich lasse mal den patriotischen Afrikaner in mir beiseite,  stehe nun an dieser wichtigen Schlüsselstelle und es sind wirklich nur noch vier Worte übrig, die gesagt werden müssen:

Afrika ist die Zukunft!

Nigel Mugamu in: africagoodnews.com

Ins Deutsche: Hermanitou am 01/09/11

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Horse-Riding in Dörrensolz


Reiten, Natur pur und eine tolle Gastfreundschaft – das alles bietet im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön der Reit-und Ferienpark Dörrensolz.

Selten hat uns etwas so beeindruckt wie eine wirklich einzigartige Woche bei der Familie Tanz, die aus einem abgewirtschafteten Reiterhof ein Paradies für Reiter(innen) gemacht hat -und nicht nur das.

Neben den über 30 Pferden unterschiedlichster Größe und Temperaments, die alle aber „easy going“ sind und mit denen man nach kurzer Zeit sehr gut zurechtkommt, bietet der Reiterhof auch noch verschiedenste andere Highlights:

So gibt es dort das Streichelschwein Rudi, das Lama „Sir Henry“ , Hasen, Brieftauben, Federvieh und allerlei anderes Getier in einer wirklich schön angelegten Gartenlandschaft am Fuß der Hohen Geba, die allemal eine Reise wert ist.

Und dann geht es auch schon los: Reitlehrerin Birgit und Reitlehrer Tobias nehmen die Reiter(innen), egal was diese nun schon können, unter ihre Fittiche und zeigen erst mal, wie man sein Pferd von der Weide holt, richtig pflegt und dann sattelt. Die meisten Reiter bevorzugen dort den Western-Sattel, der doch bequemer ist, aber auch englisches Reiten ist für Geübte dort möglich. Platz, Stallungen und Koppeln sind ebenso gut gepflegt wie der Sattelraum, der direkt neben dem Futterraum liegt, wo Hafer und Gerste selber gemahlen werden und für die Tiere nach erfolgtem Tagesritt bereitstehen.

Mit Birgit dann auszureiten ist ein Erlebnis – denn sie versteht es, auch eher ungeübte Reiter (zu denen ich mich zähle) bereits am zweiten Tag nicht nur in den Trab, sondern auch zum ersten Galopp zu motivieren.  Nebenbei zeigt sie die tolle Landschaft, die eigentlich durch nichts zu überbieten ist: Man atmet den Duft von Wildblumen und Kräutern, sieht die sanften Gipfel der nahestehenden Berge und reitet durch Laubwald und an Feldrändern, bis ein geeignetes freies Stück Land gefunden ist, wo die Pferde dann ordentlich galoppieren können.

Es ist einfach herrlich. Pausen gibts natürlich auch, am Waldrand, am Stausee oder auf der schon erwähnten Hohen Geba, wo die Pferde an Bäumen gebunden werden und es zu Kaffee und Kuchen ins Gipfelhaus geht.

Nach der Rückkehr wird abgesattelt, die Pferde scharren schon mit den Hufen und dann gibts Kraftfutter, bevor wir unsere Tiere wieder zur Koppel bringen.

Der Reiterhof verspricht: „Learning by doing“ – und er hält, was er verspricht. Einfach rauf aufs Pferd und raus in die Natur – und am Nachmittag kann man schon mehr als am Morgen.  Gegen Ende der Woche fühlen wir uns auf unseren Pferden – Hawk und Little Foot – schon wie zuhause und möchten dieses tolle Feeling eigentlich nicht mehr missen.

Abends gibts gutes und reichliches Essen aus der Küche von Gitti Tanz, das keinen Vergleich mit guten Gasthöfen zu scheuen braucht.

– Und wenn  das Wetter gut ist, wirft der Chef schon mal den Grill an und es geht zum Lagerfeuer, wo wir beobachten, wie die Sonne untergeht und wir zur Country-Music den einen oder anderen Schluck trinken. Oder selbst – wie gewohnt- mit Gitarre und Akkordeon ein bißchen zur Stimmung beitragen. Die „Hermannettes“ in Dörrensolz, wer hätte das gedacht, und so machten wir dann noch einen Liederabend als Zugabe.

Überwältigend ist das Gefühl, dort einfach so angenommen zu werden, wie wir sind – Gastgeber und Mitarbeiter sind rundum freundlich und genauso offen, wie wir das nach kurzem „Fremdeln“ (= unsere schwäbische Mentalität halt) auch waren.  Gerade mir selbst, der ich den ganzen Juli mit einem Hörsturz und etlichen anderen Streß-Erscheinungen krank war, tat die ganze Woche mehr als gut.

Auch für die Kinder ist ein solcher Hof optimal – Tobias haben wir für seine unendliche Geduld bewundert, mit der er Reitstunden schon für sechsjährige Jungs und Mädels gibt.

Und Henry, der ehemalige Schäfer, der dort den Hof sauber hält ist ein Gentleman, denn er half Annette beim Satteln und Aufsitzen, hat sie doch mit „Little Foot“ ein wirklich großes Pferd zum Reiten erhalten.

Der Chef selbst ist ein Cowboy, wie er im Buche steht. Geraderaus und immer das haltend, was er auch verspricht. Daß er auch ein toller Reiter ist, braucht eigentlich nicht erwähnt zu werden, aber der Vollständigkeit halber sei es hier gesagt: Wir waren auch davon beeindruckt.

  • Daß wir wiederkommen, ist keine Frage. Wir haben unseren Traum-Urlaubsort gefunden. Er liegt in Deutschlands Mitte, ist ein bißchen wilder Westen und heißt Dörrensolz.

Howdy und bis bald!

Hermanitou

P.S. Special Greetings an die Sauerland-Girlgroup Bettina, Angelika und Gabi sowie an Anna und Udo, Andreas und Sarah. :-)))

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